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Gehörsturz

www.medizin-blog.net am 24. Nov 2008 | Rubrik: Krankheiten und Probleme, Ohren


Der Hörsturz gehört zu den bekanntesten Erkrankungen des Ohrs. Meist tritt er plötzlich und unerwartet auf und führt zu einem Hörverlust verschiedensten Ausmaßes. Oftmals nur einseitig verlagert, kann er dafür sorgen das man sein komplettes Gehör verliert oder lediglich auf einigen Frequenzbereichen taub wird. Dabei unterscheidet man generell zwischen zwei Arten des Hörsturzes: Dem Hörverlust MIT erkennbarer oder OHNE erkennbarer Ursache. Beides vereint aber eine große Spontanheilungsrate, also dem plötzlichen Abklingen der Symptome und der Normalisierung des Zustandes.

Ein Hörsturz kündigt sich meistens durch Fehlwahrnehmungen im Ohr auf. Besonders bekannt ist der Tinnitus, ein ständiges Piepen im Ohr über längeren Zeitraum. Schmerzen hingegen treten bei einem Hörsturz nie auf und sind daher keine zuverlässigen Symptome.

Besonders gefährlich wird der Hörsturz, sofern er nicht im ruhenden sondern im aktiven Zustand auftritt, also zum Beispiel beim Laufen oder Auto fahren. Der Mensch muss sich konzentrieren oder befindet sich in Bewegung. Da der Hörsturz nicht nur das Gehör beeinträchtigt sondern auch das Gleichgewichtsorgan, welches sich ebenfalls im Ohr befindet, ist es möglich das Gleichgewicht zu verlieren. Die Folge ist der kurzzeitige Kontrollverlust über die eigene Bewegungskoordination, was in besagten Situationen gefährlich ausgehen kann.

Genaue Risikofaktoren sind aufgrund der vielfältigen Ursachen kaum festzulegen. Diese gehen von Stress, über Durchblutungsstörungen bis hin zu tödlichen Infektionen wie AIDS oder Hepatits. Allgemein bleibt aber festzuhalten, das jedwede Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen wie Übergewicht, Rauchen, Trinken oder ungesunde Ernährung, auch Faktoren für einen Hörsturz sind.

Da dies aber bei fast allen Krankheiten der Fall ist, bleibt die Definition weiterhin schwammig. Lediglich das häufige Auftreten bei besonders arbeitswütigen oder Personen in anstrengenden Jobs wie Lehrern oder Managern lässt einige Thesen zu. So wird davon ausgegangen, das besonders gestresste Personen ein deutlich höheres Risiko aufweisen als ausgeglichene Charaktere.

Der Hörsturz gilt als medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden, da sonst längerfristige Schäden am Ohr auftreten können. Da die therapeutischen Ansätze auseinander gehen, hat man sich meistens auf eine erste Infusionstherapie sowie der Untersuchung durch einen HNO-Spezialisten geeinigt. Dieser kann im Ausschlussverfahren einen Hörsturz einwandfrei diagnostizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Gehörsturz © Kaarsten/Fotolia

Gehörsturz © Kaarsten/Fotolia


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