Masernschutzimpfung
31. Aug 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Vorsorge und ImpfungenDie Masernschutzimpfung wird in Deutschland für alle Kinder ab dem zwölften Lebensmonat von der STIKO (ständige Impfkommission) empfohlen und wird üblicherweise als MMR-Kombination (Masern-Mumps-Röteln) durchgeführt. Eine einmalige Auffrischimpfung nach dem 15. Lebensmonat sorgt für eine lebenslange Immunität gegen Masern. Erklärtes Ziel der WHO ist es, mit lückenlosen Impfungen die Masern bis Ende 2010 auszurotten.
Es handelt sich bei der Masernschutzimpfung um einen Lebendimpfstoff, d.h. es werden lebende Viren verabreicht, welche die Krankheit nicht oder nur in abgeschwächter Form auslösen können. Setzt sich das Immunsystem des Kindes mit den verabreichten Viren auseinander, bildet es spezifische Antikörper. Diese Antikörper bekämpfen bei Kontakt zu den gefährlichen Masernviren die Erreger, bevor diese eine Krankheit auslösen können. Dieser Mechanismus erklärt auch, warum ein Kind nicht vor dem neunten Lebensmonat geimpft werden kann. Schützende Antikörper der Mutter würden die geimpften Viren inaktivieren, bevor eine Reaktion mit folgender Antikörperbildung stattfinden könnte.
Doch immer wenn ein lebendes Virus verabreicht wird, steigt auch die Anzahl der Nebenwirkungen. Wie nach jeder Impfung können an der Einstichstelle Rötung, Schwellung und leichte Schmerzen auftreten. Selten kommen auch allergische Reaktionen vor. Speziell ist der Impfstoff in der Lage, nach ca. zehn Tagen eine abgeschwächte Maserninfektion auszulösen. Dies zeigt sich in einem typischen, aber harmlosen Masern-Ausschlag und mäßigem bis selten hohem Fieber. Schwerwiegende Komplikationen sind sehr selten, Todesfälle sind nicht beschrieben.
Im Gegensatz zu der Impfung ist die Masernerkrankung alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. In 20-30 % aller Infektionen treten lebensbedrohliche Komplikationen auf, z.B. Hirn- und Lungenentzündung. Ein weiteres Problem ist, dass erkrankte Kinder oft stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen und dort andere immungeschwächte Kinder anstecken, die auf Grund ihrer Abwehrlage keinen Schutz aufbringen können.
Bedenkt man nun, wie gefährlich die Masern sind und wie gering im Verhältnis die Nebenwirkungen der Impfung und wird man sich der Verantwortung gegenüber der Mitmenschen bewusst, so liegen die Vorteile deutlich auf Seiten der Impfung.
Lesen Sie dazu jetzt weiter bei Medizin-Blog.net:
Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
Masern
