Mammareduktionsplastik
25. Nov 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Brust, SchönheitschirurgieHinter dem Begriff Mammareduktionsplastik versteckt sich eine Brust-OP. Im Allgemeinen wird das Wort “Brust-OP” mit der Brustvergrößerung mithilfe von Silikonimplantaten gleichgesetzt, doch hierbei handelt es sich um eine Brustverkleinerung, bei der das Volumen der Brust deutlich verringert wird und in den meisten Fällen die Brustwarzen nach oben versetzt werden, um der Brust ein jugendlicheres, attraktives Aussehen zu geben. Oft wird gleichzeitig eine Bruststraffung durchgeführt.
Wann ist eine Mammareduktionsplastik nötig?
Eine Brustverkleinerung wird nötig, wenn Frauen unter ihrer großen Oberweite leiden. Ein zu großer Busen kann neben orthopädischen Problemen – wie starken Rückenschmerzen – auch zu psychischen Problemen führen, da das Selbstwertgefühl der Betroffenen oft durch die meist hängende Form der großen Brüste beeinträchtigt ist. Wenn das Brustvolumen entsprechend groß ist und Folgen wie Rückenschmerzen und starke psychische Belastung durch einen Arzt abgeklärt und als Folgen anerkannt wurden, übernimmt im Regelfall die Krankenkasse die Operation. Oft geht allerdings ein langer Leidensweg der Patientinnen voraus, da das Problem zu großer Brüste noch immer nicht vollständig anerkannt ist.
Wie wird eine Mammareduktionsplastik durchgeführt?
Im Normalfall bleibt die Patientin nach der Operation einige Tage im Krankenhaus, um sich zu schonen.
Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert bis zu vier Stunden. Bei diesem Eingriff gibt es verschiedene Schnitttechniken, entfernt wird aber immer das gleiche: Fett- und Drüsengewebe und überschüssige Haut. Außerdem wird die Brustwarze samt Warzenhof weiter nach oben versetzt, um eine schönere Optik zu ermöglichen.
Nach der Operation muss ein Verband aus speziellen Bandagen angelegt werden, um Schwellungen gering zu halten. Drainagen – die während der Operation zum Abfluss der Wundflüssigkeit eingesetzt werden – werden einige Tage nach der Brustverkleinerung entfernt und Fäden nach etwa drei bis vier Wochen gezogen. Danach muss die Patientin einen speziellen BH tragen, um eine bestmögliche Heilung zu ermöglichen.
Was sind die Risiken einer Mammareduktionsplastik?
Der Patientin muss auf jeden Fall bewusst sein, dass nach einer Mammareduktionsplastik die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden kann. Als typische Operationsfolgen werden Schwellungen und Blutergüsse angegeben, welche aber mit der Zeit von selbst abklingen. Kühlung und Medikamente gegen eventuelle Schmerzen beschleunigen die Heilung zusätzlich. Auch Taubheit im Bereich der Brustwarzen kann vorkommen, auch dies vergeht allerdings wieder.
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