Halsstraffung

5. Jun 2010 | Von | Rubrik: Schönheitschirurgie

Bei einer Halsstraffung wird meistens die untere Gesichtspartie einbezogen. In diesem Fall sprechen die Chirurgen von einem Face-Neck-Contouring. Wenn eine Schwäche des Platysma-Muskels vorliegt, der sich vom Schlüsselbein bis zum Unterkiefer zieht, ist der wabbelige Truthahnhals die Folgeerscheinung. Auch die beiden senkrechten Muskelstränge können im Alter deutlich hervortreten.

Das Ziel einer Halsstraffung ist eine harmonische Halskontur. Der Halsmuskel wird dabei mittig oder seitlich umgeformt und vernäht. In einigen Fällen ist ein zusätzlicher, etwa 3-4 cm langer Querschnitt unter dem Kinn nötig – so sollen die sichtbaren mittleren Halsmuskelbänder korrigiert und eine schlanke Silhouette geschaffen werden. Hierbei kann auch überschüssiges Fett entfernt werden. Mit dieser Korrektur, die im Rahmen der Halsstraffung durchgeführt wird, kann laut Chirurgen ein normaler Unterkiefer-Hals-Winkel hergestellt werden. Je nachdem, wo das Gewebe entfernt werden muss, erfolgt der Schnitt also entweder hinter dem Ohr oder unter dem Kinn.

Bei einer großen Halsstraffung schneidet der Chirurg die Haut zum Beispiel von der Haargrenze an Schläfe oder Stirn, am Ohr entlang bis zum Nacken auf, hebt die Haut an und verschiebt sie. Zudem entfernt er überschüssige Haut. Durch die Umformung des Platysma-Muskels soll der Zug auf die außenliegenden Narben verringert werden. Dies zielt darauf ab, dass die Wundheilung begünstigt wird, wodurch man sich kleinere, unauffällige Narben verspricht. Der mehrstündige operative Eingriff, bei dem die Haut und Unterhautbindegewebe gestrafft werden, erfolgt entweder unter Vollnarkose oder im Dämmerschlaf.

Nachdem die Nähte verschlossen wurden und gegebenenfalls eine Drainage hinter dem Ohr gelegt wurde, um besseres Abfließen des Wundsekrets zu ermöglichen, bringt man einen gepolsterten Kopfverband an.

Sobald man den Kopfverband und gegebenenfalls die Drainage am nächsten Tag entfernt hat, soll der Hals glatt aussehen und neue klare Konturen haben. Das endgültige Ergebnis ist zu sehen, sobald die Schwellungen komplett abgeklungen sind. Im Idealfall ist nach dem Eingriff mit einer Haltbarkeit von 8 bis 10 Jahren zu rechnen. Es wird versprochen, dass in der Regel kaum sichtbare Narben zurückbleiben. Bei endoskopischer Durchführung ist es möglich, dass die Schnitte zum Teil in der behaarten Kopfhaut gemacht werden und somit nach der Operation unsichtbar sind.

Zu Risiken und Nebenwirkungen gehören möglicher anfänglicher Wundschmerz, starke Schwellungen sowie länger anhaltende Hautverfärbungen. Da es während des Eingriffs am Muskelgewebe manipuliert wird, sollen Nervenverletzungen dagegen selten sein. Ein Taubheitsgefühl bis zum Wangenbereich kann sich über viele Monate hinziehen.


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