Genitalienoperation

23. Aug 2009 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane, Schönheitschirurgie

Die Intimzone ist ein Bereich, welcher eigentlich nicht mit einer klassischen Schönheitsoperation assoziiert wird. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Intimzone eine Stelle ist, welche in der Regel nicht viele Menschen einsehen und wenn, dann handelt es sich um vertraute Personen vor welchen Scham keine Rolle spielen sollte. Dennoch sind Genitaloperationen, wider Erwarten, sehr beliebt. Dies dürfte weniger an der Frequenz der Offenbarung, sondern mehr an den Assoziationen mit dem Geschlechtsverkehr und dem damit verbundenen Attraktivitätsgefühl zurückzuführen sein. So ist ein starker Anstieg von Genitalienoperationen bei Frauen zu verzeichnen, seitdem sich die Intimrasur als der Standard etabliert hat. Aufgrund dieser ist der Intimbereich weitaus besser einsehbar, welches vermeintliche Makel stärker auffallen und deshalb, bei einer OP Entscheidung, stärker ins Gewicht fallen lässt.

Genitalienoperationen in 2 Kategorien einteilbar. So sind zum einen die funktionalen Operationen zu nennen. Diese haben zum Ziel, die Funktionalität des Geschlechtsorgans wiederherzustellen oder zu verbessern. Unter Funktionalität ist in der Regel die Fähigkeit zu verstehen, mit welcher sexuelle Stimulationen wahrgenommen und genossen werden können. Dem gegenüber steht die reine Schönheitsoperation einer Genitalienoperation. Diese sollen eine optische Aufwertung bewerkstelligen. Diese hat, neben den rein anatomischen Veränderungen des Intimbereichs, auch oftmals positive Auswirkungen auf die Psyche der Person, welche diese ja primär wegen dieser überhaupt vornehmen lässt.

Natürlich können Genitalienoperationen bei beiden Geschlechtern vorgenommen werden. Bei einem Mann betreffen funktionelle Operationen oft die Vorhaut, welche meist nicht genügend zurückgezogen werden kann und deshalb Schmerzen bereitet. Diese wird dann entweder komplett entfernt oder alternativ nur das Vorhautbändchen weggeschnitten, wodurch die Vorhaut an Spielraum gewinnt. Unter den optischen Genitalienoperationen fallen natürlich primär Verlängerungen und Verdickungen des Penis, da dessen Gesamtgröße teils stark mit dem Selbstwertgefühl des Mannes, insbesondere beim Geschlechtsverkehr, korreliert. Derartige Angebote sollten aber mit starker Vorsicht in Erwägung gezogen werden. So ist oftmals tatsächlich eine Vergrößerung des Penis in sichtbarem Maße möglich. Jedoch kann es hierbei zu Verletzungen des Nervengewebes kommen, was zu einem Sinken des Spürens sexueller Reize führt. Der Freude über die optische Aufwertung kann also der Erkenntnis weichen, dass sexuelle Kontakte als nicht mehr so befriedigend wie früher wahrgenommen werden.

Bei Frauen sind auch beide Varianten der Genitalienoperation möglich und üblich. In der optischen Sektion spielt vor allem die Schamlippe die zentrale Rolle. Diese wird meist als zu groß empfunden und entsprechend verkleinert. Bei funktionellen Genitalienoperationen finden sich oft Frauen, welche durch eine Schwangerschaft und damit zusammenhängenden Veränderung im Intimbereich keine Lust mehr verspüren können und den vorherigen Zustand durch eine Operation wiederherstellen wollen.





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