Brustreduktion
24. Aug 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Brust, SchönheitschirurgieViele Frauen mit schlaffen, zu großen oder asymmetrischen Brüsten entscheiden sich für eine Brustreduzierung, auch Brustverkleinerung genannt. Ursachen für diese meist unschönen Brustformen gibt es viele, wie etwa hormonelle Wirkungen, Schwangerschaften, Gewichtsabnahme, Veranlagung oder etwa Alterungsprozesse. Anfangs versuchen es betroffene Personen noch mit Cremes, Salben und Gymnastik. Doch meist zeigen diese Methoden nicht die gewünschte Wirkung. Das Ergebnis einer Brustreduzierung dagegen ist dauerhaft.
Ein zu großer Busen behindert die Frauen beim Sport und das Gewicht wirkt sich negativ auf die Haltung aus. Außerdem kann es zu Kopfschmerzen und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich kommen. Oft hängen die Brüste auch, was das Selbstwertgefühl der Betroffenen stark beeinflusst.
Bei der Brustreduzierung wird das Volumen der Brust verkleinert. In welchem Ausmaß dies sinnvoll ist, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Zusätzlich zur Brustverkleinerung werden meist die Brustwarzen verlagert und die Brust gestrafft. Der Busen soll so fester und straffer wirken. Auch eine Asymmetrie der Brust kann so ausgeglichen werden.
Eine absolute Risikofreiheit gibt es bei Brustreduzierungen nicht. Allerdings treten Embolien oder Thrombosen eher selten auf. Es kann allerdings vereinzelt zu Verdickungen der behandelten Stellen oder bleibenden Rötungen kommen. Diese Nachwirkungen klingen im Laufe der Zeit ab und verschwinden meist wieder vollkommen.
Es gibt verschiedene Methoden, die abhängig von der jeweiligen körperlichen Verfassung und der Brustgröße zu wählen sind. Meist wird das Drüsengewebe nach oben gesetzt. So wird das obere Brustvolumen unterpolstert. Die Brust kann geformt und die Brustbasis verschmälert werden. Eine weitere Technik der Brustreduzierung ist die Verlagerung der zu tief sitzenden Brustwarzen. Außerdem wird die überdehnte und überschüssige Haut entfernt. Bei dem Eingriff wird der Durchmesser des Warzenhofes der neuen Brustgröße angepasst. Das Drüsengewebe wird nur dann wirklich entfernt, wenn die Ungleichheit der beiden Brüste sehr auffällig oder es der spezielle Wunsch der Patientin ist.
Eine Brustreduzierung findet gewöhnlich unter Vollnarkose statt. Das Mindestalter für diesen chirurgischen Eingriff ist 18 Jahre. Die Behandlung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Danach wird die Patientin noch zwei Tage stationär behandelt. Duschen ist bereits nach 48 Stunden möglich. Sport sollte die Patientin erst wieder nach sechs Wochen treiben.
In Deutschland bewegen sich die Kosten für eine Brustreduzierung zwischen 4500 € und 7000 €. Die Kosten setzen sich aus dem Beratungsgespräch und der Voruntersuchung, der Kosten für die eigentliche Operation (OP-Saal, Technik, OP-Team, Anästhesist, Plastischer Chirurg, Brustverkleinerung), den Klinikaufenthalt, den Spezial-BH und die medizinische Nachsorge zusammen.
Man sollte sich vor einem solchen Eingriff genau beraten lassen und die Kosten und Risiken gegen das Ergebnis abwägen.
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