Brustaugmentation
31. Mai 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Brust, Frauengesundheit, SchönheitschirurgieDer Begriff der Brustaugmentation umfasst die operativen Verfahrensweisen bei der kosmetischen Brustvergrößerung. Brustvergrößerungen zählen zu den häufigsten Schönheitsoperationen und werden hauptsächlich aus ästhetischen Motivationen heraus durchgeführt. Einerseits kann man den Eindruck gewinnen, dass Brustaugmentationen mittlerweile zur dekandenten Modeerscheinung mutiert sind. Andererseits gibt es jedoch in einigen Fällen ernsthafte psychologische Begründungen, die eine Operation sinnvoll erscheinen lassen.
Bei Gewebeschwund oder starken Entwicklungsstörungen, die zu einer extrem verkleinerten Brust geführt haben, oder auch nach der Amputation im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung kann die Brustaugmentation die abnormale Brustgröße korrigieren. So können Minderwertigkeitskomplexe und soziale Schwierigkeiten, die als Folgeprobleme auftreten können, verhindert werden. Auch bei normal großen Brüste kann durch Brustaugmentation das Volumen weiter vergrößert werden.
Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die aber alle darauf hinauslaufen, dass das fehlende Brustgewebe durch Implantate ersetzt wird. Zunächst wird ein Schnitt in der Unterbrustfalte, am Brustwarzenvorhof oder in der Achselhöhle gemacht und anschließend das Brustgewebe angehoben. Das Implantat, das meist aus Silikon besteht, wird in die hierbei entstehende Gewebetasche eingeführt. Dabei kann es entweder zwischen Brustdrüse und -muskel oder direkt unter dem Brustmuskel platziert werden. Die optimale Position ist abhängig von der Größe und Form der ursprünglichen Brust.
Unter Umständen kann die Brustaugmentation bei örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Wahrscheinlicher ist jedoch eine Vollnarkose, die dann mit den üblichen Risiken verbunden ist. Auch verschiedene andere Komplikationen können auftreten. Nach der Operation können sich Infektionen, Hämatome und Nachblutungen entwickeln. Längerfristig und besonders bei starken Gewichtsschwankungen kann es zum Verrutschen der Implantate kommen. Ein vergrößertes Brustkrebsrisiko konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
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