Botulinumtoxin – Nervengift zur Faltenbehandlung
3. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Faltenbehandlung, Haut, Schönheit und Kosmetik, SchönheitschirurgieDer Name Botulinumtoxin ist lateinischer Herkunft und bezeichnet mit Botulus die Wurst und Toxin steht für Gift. Unter den bekannten Giften ist Botulinumtoxin das Giftigste, aber eben auch die therapeutische Substanz mit der höchsten Wirksamkeit. Das Toxin wird unter Luftabschluss von Bakterien gebildet, früher vor allem in nicht richtig konservierten Wurstkonserven, wer die aß, bekam eine schwere Lebensmittelvergiftung, die Botulismus genannt wird. Den Wirkmechanismus des Giftes nutzt man jetzt in der Faltenbehandlung. Das Toxin bewirkt, dass Muskeln über einen bestimmten Zeitraum erschlaffen. Für alle Patienten, die sich heute mit Botulinumtoxin (auch als Botox bekannt) behandeln lassen, ist es durchaus vorteilhaft, dass es diese besagten Lebensmittelvergiftungen gab und gibt, denn heute weiß man dadurch, dass Botulinumtoxin keine bleibenden Schäden hinterlässt.
Wird das Botulinumtoxin injiziert, gelangt es über eine Verbindungsstelle in den Nerv und verhindert dann am Nervenende die Freisetzung von Acetylcholin, einer Substanz die für alle Bewegungsabläufe der Muskeln notwendig ist. Wenn dieser blockiert wird, erschlafft infolgedessen der Muskel. Das geht nur über einen bestimmten Zeitraum, das Nervenende kann sich regenerieren und der Muskel kommt wieder in Bewegung.
Heute wird Botulinumtoxin unter anderem erfolgreich bei der Behandlung von Migräne, bei übermäßiger Schweißproduktion, bei Spannungskopfschmerz und zur Behandlung von Falten eingesetzt.
Die Behandlung mit Botulinumtoxin muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um einen langanhaltenden Erfolg zu erzielen. Um zu vermeiden, dass der Körper Antikörper gegen Botulinumtoxin bildet, die dann dazu führen, dass Patienten nicht mehr auf Botulinumtoxin regieren, sollten die zeitlichen Abstände der Behandlung so groß wie nur möglich gehalten werden.
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