Reproduktionsmedizin
1. Nov 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Medizinische FachbereicheDie Reproduktionsmedizin beschäftigt sich vor allem mit der Frage der Fortpflanzung und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang sowohl mit der Genetik als auch mit der Gynäkologie sowie der Urologie. Hauptziel der Reproduktionsmedizin ist dabei nicht nur die eigentliche Fortpflanzung, sondern auch die Forschung der hormonellen Verhütung sowie der Erforschung von Umwelteinflüssen auf die Fortpflanzung.
Weiterhin beschäftigt sich die Reproduktionsmedizin mit dem Thema des Klonen. Dieser Teilbereich ist jedoch sehr umstritten und immer wieder heftig diskutiert. Das Ziel des Klonens ist hierbei, genetisch identische Lebewesen zu erschaffen, die sich in ihrer gesamten DNA gleichen. Hat das Klonen in der Landwirtschaft, beispielsweise beim Kartoffel- oder Zwiebelanbau, bereits eine lange Tradition, wird es in der Humanmedizin erst seit einigen Jahren angewandt. Das erste geklonte Säugetier war das Schaf Dolly, welches im Februar 2003 zur Welt kam.
Ein sehr wichtiger Zweig der Reproduktionsmedizin ist jedoch die künstliche Befruchtung, die Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch zu einem Baby verhelfen kann. Hierzu gibt es unterschiedliche Methoden, die jeweils auf das Paar abgestimmt werden müssen. Die Kosten der künstlichen Befruchtung sollten vor der Behandlung mit der Krankenkasse abgestimmt werden, in vielen Fällen sind die Kosten ganz oder teilweise selbst zu zahlen.
Die bei der künstlichen Befruchtung am häufigsten angewandte Methode ist die Intrazytoplasmische Spermieninjektion (kurz ICSI). Der Arzt befördert hierbei die Spermien mit Hilfe einer Pinzette direkt in die befruchtungsbereite Eizelle. Um die Erfolgsaussichten der Reproduktionsmedizin zu erhöhen, wird die Frau hierzu vorher mit Hormonen behandelt. Die Anwendung dieser Hormone ist nicht ganz ohne Nebenwirkungen, denn sie können Übelkeit, Atemnot und sogar Wassereinlagerungen führen. Trotz der Nebenwirkungen entscheiden sich die meisten Paare für diese Methode, denn sie verspricht bei über 30% Erfolg.
Um die Reproduktionsmedizin für die künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen zu können, müssen Paare verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Das Paar muss hierzu zum einen verheiratet sein, zum anderen muss das Mindestalter bei 25 Jahren liegen. Die Frau darf jedoch nicht über 40 Jahre sein, der Mann nicht über 45 Jahre.
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DNA, Fortpflanzung, Genetik, Gynäkologie, ICSI, Klonen, Reproduktionsmedizin, Urologie
