Endokrinologie
6. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Medizinische FachbereicheEin Facharzt für Innere Medizin mit der Zusatzbezeichnung Endokrinologie beschäftigt sich mit den Hormondrüsen des Menschen. Die endokrinen Drüsen produzieren Hormone, die direkt aus der Zelle ins das menschliche Blut übergehen. Zum so genannten endokrinen System bzw. der Endokrinologie gehören die Epiphyse (liegt an der Unterseite des Gehirns), die Hirnanhangsdrüse (auf dem Schädelgrund), die Schilddrüse, die Nebenschilddrüse, ein bestimmter Teil der Bauchspeicheldrüse, die Nebennieren sowie die Keimdrüsen (Hoden und Eierstock).
Die Endokrinologie befasst sich speziell mit der Diagnostik und Behandlung der jeweiligen Erkrankungen. Schilddrüsenerkrankungen sind z.B. die Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse. Eine Überfunktion der Nebenschilddrüse äußert sich je nach Art der Erkrankung durch Nierenkoliken, vermehrte Urinausscheidung, Durchfall, Herzrhythmusstörungen oder blutigen Stuhl. In einem Teil der Bauchspeicheldrüse wird das Hormon Insulin gebildet. Liegt ein Diabetes mellitus vor, hat dieser Patient einen Mangel an dem Hormon Insulin.
Die Nebennieren sitzen auf den Nieren, weshalb sie auf diese Weise ihren Namen erhalten haben. In den Nebennieren wird das Hormon Adrenalin gebildet. In den Keimdrüsen des Mannes, den Hoden, wird das Testosteron gebildet, was für die Entwicklung der typischen männlichen Merkmale (z.B. Bartwuchs, Stimmbruch) verantwortlich ist.
Die in den Eierstöcken der Frau gebildeten Hormone (z.B. Östrogen) bewirken u.a. einen erneuten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut nach der Menstruation. Ein Facharzt für Endokrinologie befasst sich im speziellen mit diesen Erkrankungen und führt entsprechende Therapien durch. Endokrinologen sind sowohl niedergelassene Ärzte als auch im Krankenhaus tätige Ärzte.
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