Lesebrille

16. Nov 2008 | Von | Rubrik: Augen, Medizinbedarf und Produkte

Bei fast allen Menschen beginnt im Alter von etwa 40 – 45 Jahren die so genannte Altersweitsichtigkeit. Diese macht sich dadurch bemerkbar, dass man den zu lesenden Text immer weiter von den Augen weg hält, man hört dann oft den Spruch: „Die Arme werden zum Lesen zu kurz“.

Altersfehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sondern eine Alterserscheinung der Augenlinse, die nicht mehr so elastisch ist wie bei jungen Menschen. Deshalb wird das Scharfstellen auf die Nähe immer schwerer für die Linse. Dann braucht man die Unterstützung durch eine Lesebrille.
Zunächst sollte man die korrekte Sehstärke von einem Augenarzt oder einem Augenoptiker feststellen lassen. Dann hat man die Wahl zwischen einer individuell angefertigten Lesebrille und einer Fertiglesebrille.

Eine Fertiglesebrille hat fest vorgegebene Werte, die für jedes Auge gleich sind. Wenn beide Augen unterschiedliche Werte haben, was die Altersweitsichtigkeit angeht, ist es ratsamer, eine Lesebrille vom Optiker anfertigen zu lassen. Trotzdem haben Fertiglesebrillen den Vorteil, dass sie meist preiswerter sind, außerdem bekommt man sie häufig auch an Tankstellen oder in Supermärkten in den gängigsten Werten und kann sie schnell mal mitnehmen. Für den kurzfristigen Gebrauch, z.B. zum Lesen einer Speisekarte oder eines Fahrplans, sind Fertiglesebrillen auf jeden Fall ideal.

Wenn man die Lesebrille aber öfter trägt, sollte man sich für eine individuell angefertigte Lesebrille entscheiden. Dies ist besonders wichtig, wenn die Augen unterschiedliche Werte haben. Trägt man dann auf Dauer eine Lesebrille, die für beide Augen den gleichen Wert hat, kann dies zu Kopfschmerzen oder trockenen Augen führen.

Eine klassische Lesebrille hat schmale Brillengläser, damit der Träger über den Rand schauen kann, um in die Ferne zu schauen. Lesebrillen sind so konzipiert, dass man alles gut erkennen kann, was sich in ca. 40 cm Entfernung befindet, für die Ferne muss man die Lesebrille ablegen oder über den Rand schauen.

Wenn eine herkömmliche Lesebrille nicht mehr ausreicht, gibt es andere Möglichkeiten, das Auge beim Lesen zu unterstützen. So gibt es verstärkte Lesebrillen, Lupen, Lupenbrillen und Bildschirm-Lesegeräte, die es auch älteren Menschen noch lange ermöglichen, selbst zu lesen.


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