Insulinspritzen

30. Mai 2010 | Von | Rubrik: Medizinbedarf und Produkte

Was ist Insulin?
Bei Insulin handelt es sich um ein in der Bauchspeicheldrüse produziertes überlebenswichtiges Hormon. Das Insulin senkt den Blutzuckerspiegel im Körper. Durch Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung steigt der Blutzuckerspiegel an. Die natürliche Körperreaktion besteht nun darin, diesen wieder zu senken. Es wird Insulin produziert und ins Blut ausgeschüttet. Ebenfalls wirkt sich das Hormon auf den Transport von Glukose im Körper, den Fettabbau und die Versorgung der Zellen mit Mineralstoffen aus.

Insulin und Diabetes
Besonders Diabetiker sind auf künstliches Insulin angewiesen. Diese Krankheit verhindert die Produktion des Hormons in der Bauchspeicheldrüse oder vermindert die Wirksamkeit des Insulins. Während bei gesunden Menschen die Glucose aus Kohlenhydraten ins Blut aufgenommen und durch das Insulin verwertbar gemacht werden, kann dieser Prozess bei Diabetes nicht stattfinden. Der erhöhte Blutzuckerspiegel führt zum Zuckerschock und schädigt Gehirn, Muskeln und andere Bereiche des Körpers. Auch bei Insulinresistenz oder Hyperinsulinismus wird das Hormon eingesetzt.

Die Insulinspritze
Die Insulinspritze gleicht optisch einer normalen Einwegspritze. Mit Hilfe der Spritze wird das Insulin in das Fettgewebe der Unterhaut injiziert und kann dort seine Wirkung entfalten. Die Handhabung ist relativ umständlich. Das Insulin muss aus dem separaten Behälter entnommen und anschließend die Luft aus der Spritze gelassen werden bevor die Spritze verwendet werden kann. Die Prozedur erinnert an eine Impfung beim Arzt. Es werden alternativ auch Einmalspritzen angeboten, welche bereits mit dem Hormon gefüllt sind. Zu den Spritzen der neueren Generation gehört der sogenannte Insulin Pen. Dieses Gerät ähnelt einem sehr großen Kugelschreiber. Der Insulin Pen soll die Handhabung und Dosierung erheblich vereinfachen. Das Insulin ist hierbei in kleine Behälter abgefüllt, welche sich einfach einsetzten lassen. Egal für welche Spritze sich der Patient entscheidet, auch die Nadellänge sollte berücksichtigt werden. So benötigt ein schlanker Mensch eine kürzere Nadel als eine Person mit einem hohen Fettgewebeanteil.

Richtiges Spritzen
Für das Setzen der Spritze eignet sich besonders das Unterhautfettgewebe. Diese Hautschicht ist nicht nur gut zu treffen, sondern gibt das Insulin auch gleichbleibend in die Blutbahn ab. Um eine Verhärtung der Haut zu vermeiden, bietet es sich an jeden Tag eine andere Stelle für die Spritze zu finden. Die Haut sollte angehoben werden. So soll ein Spritzen in darunterliegende Muskeln verhindert werden. Um ein Herausfließen des Insulins aus der Einstichstelle zu vermeiden, sollte die Hautfalte noch einige Sekunden gehalten werden.


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