Penisvergrößerung

1. Mai 2010 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane, Männergesundheit

Die verschiedenen Methoden der Penisvergrößerung dienen ausschließlich kosmetischen bzw. psychologischen Zwecken und haben keinerlei medizinische Motivationen. Die Ansätze sind vielfältig. Von speziellen Vakuumsaugpumpen über verschiedene Cremes und Salben bis hin zu sportlichen Übungen ist alles erlaubt, allerdings nichts wirklich bewiesen. Die einzige Strategie, deren bedingte Wirksamkeit offensichtlich erwiesen ist, ist der chirurgische Eingriff. Allerdings bietet auch dieser keine vollkommene Erfolgsgarantie. Ursprünglich wurde die Phalloplastie, die operative Penisrekonstruktion, entwickelt um einen Verlust des Penis durch Unfall oder Krankheit zu kompensieren bzw. um bei Geschlechtsumwandlungen ein Penispendant zu simulieren. Um die technischen Möglichkeiten bei der bloßen Penisvergrößerung auszuloten, sind die Forschungsbedingungen in Deutschland allerdings denkbar schlecht. Nur wenige Männer sind bereit, sich für Studienzwecke zur Verfügung zu stellen und die Zahl derer, die eine Operation dennoch wagen, ist ebenfalls noch verhältnismäßig gering.

In den USA hat man mit der Penisaugmetation, wie die operative Penisvergößerung auch genannt wird, bereits wesentlich mehr Erfahrung. Bei dieser Methode wird das sogenannte Ligament, eine Sehne am Penisstamm, die diesen mit dem Schambein verbindet, durchtrennt. Die Konsequenz ist keine tatsächliche, sondern vielmehr eine optische Vergrößerung. Durch das Durchschneiden der Sehne löst sich der Anfangsteil des Penis, der normalerweise im Bauchraum verbleibt, und hängt frei. Messungen ergeben eine durchschnittliche Verlängerung des Penis um 2 – 2,5 cm. Problematisch ist bei der Operation vor allem, dass der Penis durch die fehlende Sehne stark an Stabilität einbüßen kann, so dass der Geschlechtsverkehr durch einen flacheren Erektionswinkel erschwert werden könnte. Außerdem muss durch Dehnübungen unbedingt der Narbenbildung vorgebeugt werden, da diese sonst den Erfolg der Operation rückgängig machen könnte. Fraglich ist auch, ob eine generelle Penisverlängerung sich nur im Normalzustand bemerkbar macht, ober ob der Penis auch im erigierten Zustand von dem Eingriff profitieren würde.

Neben einer Verlängerung kann die Penisvergrößerung natürlich auch durch eine Verdickung stattfinden.
Diese wird meist durch eine Transplantation von Körperfettgewebe umgesetzt, das aus dem Oberschenkel des Patienten stammt. Am erfolgreichsten hat sich eine Methode bewährt, bei der das Oberschenkelfett vor der Transplantation gefiltert und von fremden Zellpartikeln befreit wird. Eventuellen Abstoßungsreaktionen kann so vorgebeugt werden. Körperfremde Materialien wie sie zum Beispiel bei der Brustvergrößerung eingesetzt werden, konnten sich langfristig nicht bewähren.


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