Nebenhodenentzündung

2. Jan 2009 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane, Männergesundheit

Die Nebenhodenentzündung ist eine Infektion der Nebenhoden, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Ursache dafür können ein aufsteigender Infekt oder eine Infektion über den Blutweg sein.

Beim aufsteigenden Infekt gelangen die Bakterien über den Samenleiter aus dem Harntrakt in die Nebenhoden. Auslösende Bakterien sind meist Chlamydien, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Die Übertragung auf dem Blutweg ist oft die Folge einer nicht ausgeheilten Harnwegsinfektion oder Prostataentzündung. Hierbei sind die Keime weitergewandert und haben dann die Nebenhoden infiziert. Eine nicht-bakterielle Nebenhodenentzündung entsteht durch Verletzungen in diesem Bereich, z. B. nach Schlägen, Tritten oder Unfällen.

Bei einer Nebenhodenentzündung schwillt der betroffene Nebenhoden an, die Haut rötet sich, es kommt zu starken Schmerzen, auch beim Wasserlassen. Später kommen Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit dazu. Komplikationen können dann auftreten, wenn sich Eiter ansammelt. Dann kann es unter Umständen sogar zu einer Blutvergiftung kommen.

Beim Verdacht auf Nebenhodenentzündung sollte man sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, da die frühzeitige Verabreichung von Antibiotika und entzündungshemmenden sowie abschwellenden Medikamenten sehr wichtig ist. Begleitend sollte man die Hoden kühlen und hoch lagern und jede körperliche Anstrengung vermeiden. Auch die Partnerin muss mit behandelt werden, da ansonsten die Wiederansteckungsgefahr besteht.

Die Nebenhodenentzündung heilt innerhalb von zwei bis drei Wochen ab, wobei es jedoch mehrere Monate dauern kann, bis die Hoden wieder ihre ursprüngliche Größe haben. Auf eine konsequente Behandlung ist zu achten, da ansonsten die Krankheit auch chronisch werden kann.


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