Zyste am Eierstock

1. Sep 2010 | Von | Rubrik: Frauengesundheit, Geschlechtsorgane, Krankheiten und Probleme

Als Zyste wird in der Medizin ein mit Wasser gefüllter Hohlraum bezeichnet, der im oder am Körper liegen kann. Die Eierstöcke sind besonders anfällig für Zysten, da sie sich vor allem dort bilden, wo kleine Verletzungen ihre Entwicklung begünstigen. Die meisten Zysten an den Eierstöcken sind völlig harmlos, müssen nicht behandelt werden und bleiben oft sogar unbemerkt. Daneben gibt es auch schmerzhafte Varianten oder solche, aus denen sich Tumoren entwickeln.

Jeden Monat beim Eisprung entsteht eine natürliche Zyste im Eierstock: Der Follikel. In ihm reift die Eizelle heran, der Follikel bleibt als Gelbkörper erhalten und bildet sich zurück, wenn die Eizelle nicht befruchtet wird. Auf diese Weise kann sich allerdings auch Flüssigkeit im entstandenen Hohlraum ansammeln und eine weitere Zyste bilden, die keine Funktion hat. Sie werden als funktionelle Zysten bezeichnet. Tumoren, so genannte echte Neubildungen, entwickeln sich auf ähnliche Weise. Sie schließen Lymphflüssigkeit, Blut oder andere Flüssigkeiten ein und entwickeln sich ähnlich der Zyste, sind allerdings gefährlich und schädlich.

Eine funktionelle Zyste wird zunächst per Ultraschall untersucht. Je nachdem, wie sie sich ausbreitet oder ob sie Schmerzen verursacht, wird sie weiterbehandelt oder unberührt gelassen. Tatsächlich bilden sich die meisten Eierstockzysten spontan zurück, auch wenn sie eine Größe von bis zu 10 cm erreichen können. Problematisch wird die Zyste dann, wenn sie Beschwerden verursacht. Zu den typischen Symptomen gehören mäßige bis starke stechende, pulsierende Schmerzen im Bereich des Eierstocks. Wenn sie größer als 8 cm wird, wird sie oft operativ entfernt; dasselbe gilt für Zysten, die unabhängig von Größe und Form nach etwa acht Wochen keine Rückbildungstendenzen anzeigen.

Tumoren werden oft dadurch erkannt, dass sie im Ultraschallbild wie auffällige Zysten wirken. In diesem Fall wird zunächst eine Gewebeprobe entnommen, um die Art der Neubildung zu bestimmen, anschließend wird der Tumor operativ entfernt. Anschließend kann noch eine weitere Therapie erforderlich sein.


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