Zähneknirschen – Stressverarbeitung in der Nacht…

12. Okt 2008 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme, Zähne

Zähneknirschen ist ein weit verbreitetes Stresssymptom. Die Anspannung, die durch den täglichen Stress, den täglichen Anforderungen und – im Speziellen – den täglichen Überforderungen angestaut wird, führt dazu, dass der Körper auch nachts noch unter Druck steht. Die nächtliche Anspannung äußert sich in einem oft nachhaltigen, ausdauernden und sehr ungesundem Zähneknirschen. Die Kaumuskulatur ist durch die dauernde Anspannung gestört. Das nächtliche Zähneknirschen kann entsprechend weit reichende Folgen haben. Durch die Überbeanspruchung der Zähne und Kieferknochen ist es möglich, dass die Kauarbeit nicht mehr gleichmäßig und effizient ausgeführt wird, was sich wiederum auf den gesamten Organismus, wie zum Beispiel die Verdauung, auswirken kann. Auch kann die Nacken- und Halsmuskulatur durch das nächtliche Zähneknirschen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Rücken-, Kopf- und Schulterschmerzen sind nur der Anfang weit reichender psychosomatischer Folgen.

Denn das Zähneknirschen hat meist die Ursache einer unausgewogenen Lebensführung. Es ist eine der wichtigsten Größen des Alltags und der allgemeinen Lebensqualität, dass sich der Organismus nachts nachhaltig entspannt. Eine ausgewogene, erholsame Nachtruhe ist lebenswichtig. Daher ist unbedingt anzuraten, dass bei Zähneknirschen frühzeitig interveniert wird und der Patient versucht, hinter die Ursachen für seine nächtliche Anspannung zu kommen. Dafür ist eine genaue Analyse der individuellen Lebensumstände nötig. Der einzelne Patient sollte die alltäglichen Anforderungen daraufhin analysieren, ob sie für ihn eine Überforderung darstellen und er seine Lebensumstände gegebenenfalls ändern muss.

Zur Selbstbehandlung sind Entspannungs-Übungen aber auch Selbstmassagen der Kiefer und Gesichtsmuskulatur anzuraten. Auch die Hypnosetherapie durch einen Fachmann kann sehr hilfreich sein, um dem Zähneknirschen Herr zu werden. Bei besonders stark betroffenen Patienten ist eine Psychotherapie anzuraten.





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