Wundstarrkrampf
2. Feb 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Krankheiten und ProblemeDer Wundstarrkrampf, auch bekannt als Tetanus, ist eine Infektionskrankheit, von der, die für die Muskelsteuerung verantwortlichen Nervenzellen, befallen werden und die in vielen Fällen tödlich ist. Auslöser dieser Krankheit ist das Bakterium Clostridium tetani. Die Sporen des Clostridium tetani sind resistent und kommen fast überall in der Umwelt vor, wie z.B. in Gartenerde oder im Straßenstaub. Wenn nun diese Sporen in offene Wunden eindringen können, ensteht eine Infektion. Bei Abwesenheit von Sauerstoff kann sich das Bakterium vermehren und dabei Toxine (Giftstoffe) absondern. Durch das Toxin Tetanospasmin werden die muskelsteuernden Nervenzellen geschädigt und es entstehen Muskelkrämpfe und Lähmungen. Darüber hinaus verursacht das Toxin Tetanolysin Herzschädigungen.
Die Inkubationszeit des Wundstarrkrampfes liegt in der Regel zwischen etwa drei Tagen und drei Wochen. In seltenen Fällen auch bei mehreren Monaten.
Zu den typischen Symptomen des Wundstarrkrampfes gehören anfangs Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Zittern der Glieder, Unruhegefühle, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schweißausbrüche und Muskelschmerzen. Später ensteht ein Trismus (Kieferklemme), durch den der Mund nicht mehr geöffnet werden kann und es kommt zu einer Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur, die auch „Teufelsgrinsen“ genannt wird.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu tonischer Muskelanspannung der Rückenmuskulatur, gefolgt von Muskelkrämpfen im Zwerchfell, dem Kehlkopf oder den Gliedern, die unbehandelt zum Erstickungstod führen können. Eine Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch besteht nicht.
Wenn ein Wundstarrkrampf erst einmal ausgebrochen ist, lässt er sich nur schwer behandeln. Zu den üblichen Behandlungsmethoden gehören das Aufschneiden der Wunde oder gar eine Amputation, um eine weitere Ausbreitung des Krankheitserregers zu vermeiden. In schweren Fällen sind Muskelerschlaffungen und maschinelle Beatmung notwendig.
Als beste Vorbeugungsmaßnahme gegen Wundstarrkrampf wird eine Tetanus-Impfung empfohlen.
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