Windpocken als Kinderkrankheit
Mär 18th, 2009 | Von medizin-blog.net | Medizin & Gesundheit | Rubrik: Kindergesundheit, Krankheiten und ProblemeWindpocken sind eine so genannten Kinderkrankheit, die hauptsächlich während der ersten Lebensjahre bzw. im Jugendalter eines Menschen auftreten. Auch Erwachsene ohne Immunisierung können erkranken.
Windpocken werden vom Varizella-Zoster-Virus - zugehörig zum Stamm der Herpesviren - ausgelöst, durch Tröpfchen (beim Sprechen oder Niesen) übertragen und gelten als hochgradig ansteckend. Bis zum Auftreten der ersten Symptome können 2-3 Wochen vergehen.
Anzeichen für den Ausbruch der Windpocken sind Abgeschlagenheit, Fieber und ein typischer Hautausschlag mit kleinen Bläschen, der sich über den gesamten Oberkörper, Kopf und die Schleimhäute ausbreiten kann. Dieser Ausschlag nässt und juckt sehr stark und ist bis zu seiner völligen Verschorfung nach ca. sieben Tagen noch ansteckend. Zur Linderung des Juckreizes werden Salben, so genannte Antihistaminika, verschrieben. Zusätzlich wird das Absenken der Raumtemperatur meist als angenehm empfunden.
Patienten mit Windpocken sollten - aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr - immer zu Hause bleiben und sich in Ruhe auskurieren. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung häufig schwerer. Eine Impfung gegen Windpocken ist nur einmal - meist im Kindesalter - nötig. Nach einer überstandenen Infektion sind diese Personen ebenfalls auf Lebenszeit immun.
Eine mögliche Folgeerkrankung ist die Gürtelrose, die erst Jahre nach den Windpocken ausbrechen kann. Sie wird durch einen Stamm ruhender Herpesviren ausgelöst, die sich seit der ersten Infektion im Körper eingenistet haben.