Warzen im Genitalbereich

12. Jun 2009 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane, Krankheiten und Probleme

Warzen im Genitalbereich werden durch Viren verursacht und beim Geschlechtsverkehr übertragen. Das Erregervirus ist das HPV-Virus, von welchem mehr als 100 Arten bekannt sind. Genitalwarzen gehören zu den weltweit am häufigsten von Viren verursachten Geschlechtskrankheiten; etwa 30 Millionen Menschen erkranken jährlich neu daran.

Oftmals wird die Krankheit gar nicht bemerkt, da die auf der Haut und Schleimhaut sitzenden gutartigen Tumoren keine Symptome verursachen. Aus diesen gutartigen Genitalwarzen können sich jedoch Krebsvorstufen und maligne Karzinome entwickeln. Das HPV-Virus wird hauptsächlich für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht, denn bei allen Fällen dieser Erkrankung wurden HPV-Viren nachgewiesen.

Die Übertragung der HPV-Viren erfolgt meist beim Geschlechtsverkehr. Die Viren dringen durch kleinste Verletzungen in der Haut bzw. Schleimhaut in den Körper ein. Eine Übertragung ist jedoch auch bei unzureichender Hygiene oder gemeinsamer Benutzung von Handtüchern durch Schmierinfektion möglich. Die Inkubationszeit beträgt zwischen drei Wochen und mehreren Monaten.

Bei den Genitalwarzen unterscheidet man verschiedene Arten: Feigwarzen, Condylomata plana, Buschke-Löwenstein-Tumoren sowie papulöse Hautveränderungen.

Genitalwarzen siedeln sich häufig an den äußeren Genitalien wie Schamlippen und Penis, aber auch an der Harnröhre, in der Scheide, am Gebärmutterhals oder am Enddarm an.

Im Falle der Feigwarzen verursacht das Virus die Bildung von kleinen Knötchen, die oftmals unbemerkt bleiben, da sie schwer erkennbar sind. Wachsen die Feigwarzen, nehmen sie eine weißliche, grau-braune oder rötliche Färbung an. Die Form und Oberfläche der Warzen ist blumenkohlartig.

Die Warzen Condylomata plana sind flach und hautfarben, während Buschke-Löwenstein-Tumoren eine schwere Wucherung der Warzen darstellen. Diese schwere Form von Genitalwarzen kann in das umliegende Gewebe eindringen und dieses zerstören sowie Krebsvorstufen auf der Haut und Schleimhaut ausbilden. Papulöse Hautveränderungen sind flach und können ebenfalls bösartig entarten.

Die Therapie besteht in der äußerlichen Anwendung von Zytostatika oder Trichloressigsäure. Vielversprechend ist auch eine Elektro-, Laser- oder Kryotherapie (Vereisung). Bei schweren Fällen ist eine chirurgische Entfernung der Genitalwarzen notwendig. Seit einigen Jahren steht eine vorbeugende Impfung gegen verschiedene HPV-Typen zur Verfügung.


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