Warzen an den Genitalien

20. Jan 2009 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane, Krankheiten und Probleme

Warzen an den Genitalien entstehen durch eine Infizierung mit dem so genannten HPV-Virus (humane- Papilloma-Virus). Diese Genitalwarzen werden auch Feigwarzen oder Kondylome genannt. Übertragen wird dieses Virus durch Geschlechtsverkehr oder anderen ähnlichen sexuellen Kontakten und es zählt zu den am häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten.

Besonders gefährdet sind Frauen mit besonders viel wechselnden Sexualpartnern. Warzen der Genitalien treten in aller Regel als kleine, gutartige und stecknadelgroße Wucherungen in Genitalbereichen wie After, an Geschlechtsteilen oder am Enddarm auf. Die Infektion kann aber auch ganz still und leise und ohne sichtbare Anzeichen verlaufen. Trotzdem wird der Virus vom Betroffenen aber immer weitergegeben. Von etwa 100 existierenden HP-Viren, sind die meisten davon harmlos. Einige davon können aber in den menschlichen Zellen entarten und so Krebs auslösen. So kann aus den bösartigen Zellen zum Beispiel bei der Frau Gebärmutterhalskrebs entstehen. Die Benutzung eines Kondoms ist zwar sehr sinnvoll, gibt aber keinen 100 prozentigen Schutz gegen diese Warzen, da schon kleine Verletzungen, Feuchtigkeit sowie ein geschwächtes Immunsystem die Übertragung begünstigt. Weiterhin können auch Drogenmissbrauch oder Rauchen begünstigte Faktoren für die Infektion mit diesem Virus sein.

Diese Warzen an Genitalien treten auch fast nie vereinzelt auf, sondern nur in Gruppen und bilden häufig ein blumenkohlartiges Aussehen. Bei Frauen treten die Warzen sehr häufig am Gebärmutterhals und an den Schamlippen und bei Männern am Anus, Penisschaft, auf der Vorhaut oder an der Harnröhrenmündung auf. Ebenfalls können sich nach einer Infektion beim Oralsex Warzen an der Mundschleimhaut bilden. In den häufigsten Fällen heilen diese Warzen an den Genitalien von selbst ab. Wichtige Voraussetzungen dafür sind aber regelmäßige Kontrollen.


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