Tennisarm - betroffen sind nicht nur passionierte Tennisspieler
Jun 3rd, 2009 | Von medizin-blog.net | Medizin & Gesundheit | Rubrik: Arme, Krankheiten und ProblemeNicht nur wer aktiv Tennis spielt, erkrankt mitunter am so genannten Tennisarm. Auch Mensch die viel mit einem Computer arbeiten, Musiker, Hausfrauen und Menschen die ständig einen monotonen Bewegungsablauf wiederholen, leiden darunter. Allerdings erkrankt jeder zweite passionierte Tennisspieler zwischen seinem 50. und 60. Lebensjahr an einem klassischen Tennisarm, wobei es Männer häufiger trifft als Frauen.
Es sind winzig kleine Risse in den Sehnen, die die Muskeln mit dem Knochen verbinden, die den typischen Schmerz bei einem Tennisarm auslösen. Das Gewebe wird vermutlich einer zu hohe Belastung ausgesetzt, es wird überreizt und so kommt es zu einer Entzündung.
Zu Beginn der Erkrankung schmerzt zunächst nur die Außenseite des Ellbogens, wenn man darauf drückt. Im Laufe der Zeit nehmen die Schmerzen zu und strahlen unter Umständen in den Unterarm und in die Finger aus. Im weiteren Verlauf schmerzt das Strecken der Finger und wenn die Hand zum Beispiel fest nach oben gegen einen Widerstand gedrückt wird. Das Handgelenk verliert an Kraft und das greifen oder halten fällt schwer.
Ein Tennisarm ist schwer zu diagnostizieren. Wenn eine Nervenentzündung ausgeschlossen werden kann, sollte eine genaue Röntgenaufnahme dem Arzt helfen, einen Tennisarm eindeutig nachzuweisen.
Ist der Tennisarm akut, helfen kühlende Kompressen. Bei einem chronischen Tennisarm hilft hingegen Wärme. Ultraschall, Elektro und Stosswellentherapie können nur bedingt helfen. Ebenso wie die Ruhigstellung durch eine Schlinge. Bei schweren Fällen ist eine Operation ratsam. Dabei wird die Sehne im Muskel eingekerbt und so das Gewebe entlastet.
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