Sodbrennen
15. Okt 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Ernährung und Diät, Krankheiten und Probleme, MagenWenn nach dem Essen oder nachts Magensäure in die Speiseröhre fließt, entsteht hinter dem Brustbein ein brennender Schmerz, den man als Sodbrennen oder Pyrosis bezeichnet. Die Magenzellen scheiden Salzsäure aus, um die Nahrung zu verdauen.
Die Ursachen von Sodbrennen
Sodbrennen kann durch psychische Probleme ausgelöst werden. Man vermutet, dass sehr energische, unausgeglichene Menschen zuviel Magensäure produzieren. Ist das Krankheitsbild nicht seelisch bedingt, können zuviel Alkohol, Tabak, aber auch Medikamente die Ursache dafür sein, dass der Magen mehr Säure produziert als vertragen wird. Menschen, die zuviel essen, Übergewicht haben, sich wenig bewegen leiden häufig unter Sodbrennen. Selbst eng sitzende Kleidung kann Sodbrennen begünstigen.
Auch das Bakterium Helicobacter pylori kann dafür verantwortlich sein, wenn sich die Magenschleimhaut entzündet.
In der Schwangerschaft ist Sodbrennen nicht ungewöhnlich. Durch die Hormonwirkungen entspannen sich Muskeln und Gefäße, auch der Schließmuskel der Speiseröhre. Außerdem kann die vergrößerte Gebärmutter gegen den Magen drücken und damit Beschwerden auslösen.
Diagnose von Sodbrennen
Der brennende Schmerz hinter dem Brustbein, der beim Bücken und Vorbeugen stärker auftritt, wird gelegentlich auf eine gestörte Herzfunktion zurückgeführt. Um die richtige Diagnose zu stellen, führt der Arzt eine Magenspiegelung mit einem Gastroskop, das einen Durchmesser von etwa zehn Millimetern hat, durch. Das Gastroskop wird durch den Mund, den Rachen, die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Bei dieser Spiegelung kann der Facharzt sehen, ob und wie stark die Schleimhaut entzündet ist. Mit einer winzigen Zange werden Gewebeproben entnommen, die extra untersucht werden.
Behandlung von Sodbrennen
Stellt sich heraus, dass die Magenschleimhaut durch das Bakterium Helicobacter pylori infiziert wurde, wird dem Patienten eine Kombination von Antibiotika mit einem säurehemmenden Medikament verordnet.
Bei Übersäuerung des Magens werden Antazida empfohlen, das sind säurebindende Medikamente. Sie heilen zwar nicht, aber man fühlt sich vorübergehend besser, ebenso helfen nicht zu kaltes Wasser oder Kamillentee.
Langfristig wirkungsvoll ist eine Umstellung der Essgewohnheiten. Langsam nur kleine Portionen essen, gut kauen, wenig Saures, wenig Süßes helfen dem empfindlichen Magen, die Nahrung leichter zu verarbeiten.
Sollten Schmerzen chronisch werden, ist die einzig richtige Empfehlung die Beratung beim Arzt.
Lesen Sie dazu jetzt weiter bei Medizin-Blog.net:
Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
Alkohol, Ernährung, Magenprobleme, Sodbrennen
