Scheidensenkung
15. Mai 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Frauengesundheit, Krankheiten und ProblemeAn einer Scheidensenkung erkranken meistens Frauen, die Kinder geboren haben, oder eine schwere Tätigkeit ausüben. Auch genetische Faktoren spielen bei Scheidensenkungen eine starke Rolle, ebenso wie starkes Übergewicht. Bei einigen Frauen tritt in den Wechseljahren ebenfalls eine Scheidensenkung auf. Als Ursache bei Scheidensenkungen ist oftmals eine nicht stark genug ausgeprägte Beckenbodenmuskulatur anzunehmen. Auch schwere Unterleibsoperationen, Mehrlingschwangerschaften oder die Geburt eines schweren Kindes können eine Scheidensenkung nach sich ziehen.
Scheidensenkungen treten in unterschiedlichen Schweregraden auf. Die leichteste Form ist, wenn der Muttermund tiefer in die Scheide ragt, bei der schwersten Form befindet sich die Scheide außerhalb des Körpers. Als Folge von Scheidensenkungen verspüren die Frauen oftmals Kreuzschmerzen, und leiden unter Inkontinenz (Blasenschwäche). Dies führt zu unwillkürlichem Harnabgang bei einer Erhöhung des Druckes im Bauchraum, wie schweres Heben oder Husten. Auch vermehrte Blasenentzündungen, Scheidenentzündungen und Verstopfungen können auftreten.
Je nach Schwere der Scheidensenkung stehen unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Auswahl. Hier bietet sich die konservative oder die operative Behandlung an, die je nach Beschwerden, Alter der Frau und eventuell bestehendem Kinderwunsch ausgewählt wird.
In der konservativen Therapie wird oftmals auf Hormonpräparate oder Pessare zurückgegriffen. Auch eine kräftigende Beckenbodengymnastik kann leichte Scheidensenkungen beheben, und bei schweren Erkrankungen zu einer Linderung der damit verbundenen Begleiterscheinungen führen.
Wenn die Beschwerden zu stark sind, und die konservativen Behandlungen keine Wirkung zeigen, wird sich der Frauenarzt für einen operativen Eingriff entscheiden, bei dem je nach Befund Bänder, die die Gebärmutter und Scheide halten, gestrafft werden, und eventuell, wenn kein Kinderwunsch besteht, die Gebärmutter entfernt wird.
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