Scheidenpilzinfektion
24. Jul 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Frauengesundheit, Krankheiten und ProblemeBei einer Scheidenpilzinfektion entzündet sich die Schleimhaut der Scheide durch Pilze. Vor allem die hormonellen Veränderungen einer Schangerschaft begünstigen diese Pilzinfektion. Aber auch Vorerkankungen, wie zum Beispiel Diabetes ermöglichen dem Pilz ein ungestörtes Wachstum. Meist ist der Erreger Candida albicans für eine Infektion verantwortlich. Die Pilze befinden sich auf Pflanzen und anderen Gegenständen und können über die Nahrungsaufnahme über die Mundschleimhaut in den Körper und in den Magen-Darm Trakt gelangen. Bei einer normalen Immunabwehr werden die Pilze keine Infektion hervorrufen. Die Milchsäurebakterien in der intakten Scheidenflora schützen mit ihrem sauren Milieu vor einer Infektion. Der Pilz kann beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, aber auch übertriebene Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel Scheidenspülungen oder zu enge synthetische Kleidung kann ein Entstehen des Pilzes begünstigen.
Eine Scheidenpilzinfektion macht sich meist durch einen starken Juckreiz in der Scheide, sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr bemerkbar. Für den Arzt ist der Pilzbefall an der charakteristischen Veränderung der Schleimhaut und dem krümeligen grau-weißen Belag erkennbar. Der Scheidenpilz kann sowohl lokal mit Hilfe von Antimykotika in Salben- oder Zäpfchenform behandelt werden. Nur wenn der Pilzbefall sehr hartnäckig ist, sollte die Behandlung durch die innerliche Einnahme von Medikamenten unterstützt werden.
Übrigens gehört eine Scheidenpilzinfektion zu den häufigsten Infektionen der Geschlechtsorgane bei Frauen.
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