Scharlach

5. Apr 2009 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Bei Scharlach handelt es sich um eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit. Da die verantwortlichen Streptokokken verschiedene Stämme haben, kann ein Mensch mehrfach in seinem Leben an Scharlach erkranken. Die Krankheit trifft besonders häufig Kinder im Vorschulalter bis zum 12. Lebensjahr. Kindergärten sind zum Beispiel Orte an denen sich die Bakterien schnell verbreiten, da das Immunsystem bei Kindern noch nicht ausgereift ist. Ausgenommen davon sind nur Säuglinge bis zum 6. Lebensmonat. Sie sind noch durch das Immunsystem der Mutter geschützt.

Scharlach wird durch Tröpfcheninfektion, also Niesen, Husten und Sprechen übertragen. Die Inkubationszeit, die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, dauert in der Regel zwei bis maximal vier Tage. Erste Symtome sind Kopf- und Halschmerzen, Schluckbeschwerden und rasch ansteigendes Fieber. Bei manchen Patienten schwellen die Lymphknoten am Hals an, andere haben Bauchschmerzen und Erbrechen. Es zeigen sich punktförmige Rötungen im Achsel- und Leistenbereich. Dieser Ausschlag breitet sich am ganzen Körper aus, verschwindet aber nach fünf Tagen wieder. Nach einer bis drei Wochen schält sich die Haut vom Körper. Dieser Prozess kann bis zu acht Wochen dauern. Charakteristisch für Scharlach aber ist die so genannte “Himbeerzunge”. Der himbeerfarbene Zungenbelag wird durch Giftstoffe ausgelöst, den die Bakterien produzieren.

Feststellen kann der Arzt Scharlach durch Augenschein (Himbeerzunge), durch einen Abstrich im Rachenraum oder durch eine Blutanalyse. In der Regel verordnet der Arzt ein Antibiotikum in Form von Penicillin, dass über einen Zeitraum von 10 Tagen benommen werden muss (pro).





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