Rosazea
www.medizin-blog.net am 3. Nov 2010 | Rubrik: Haut, Krankheiten und ProblemeBei der Rosazea, auch Couperose genannt, handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Haut, die schubweise verläuft. Ihre Ursachen kennt sind noch weitgehend unbekannt. Sie tritt meist im mittleren Alter zum ersten Mal auf, besonders das Gesicht ist befallen. Typische Zeichen für eine Rosazea sind Rötungen, Knötchen- und Pustelbildung und erweiterte Äderchen an der Hautoberfläche.
Zu Komplikationen bei einer Rosazea kann es kommen, wenn die Augen betroffen sind. Lidrand-Entzündungen, Entzündungen der Bindehaut oder der Hornhaut und im schlimmsten Fall der Regenbogenhaut können auftreten. Darüber hinaus gibt es ein Symptom, das beinahe ausschließlich Männer betrifft: eine Wucherung der Talgdrüsen, vornehmlich an der Nase (Knollennase). Hier kann ein chirurgischer Eingriff helfen.
Sonneneinstrahlung und extreme Temperaturen begünstigen die Rosazea und sollten daher von Betroffenen gemieden werden. Ob die Rosazea vom Arzt mit Antibiotika lokal oder in Form von Tabletten behandelt wird, ist abhängig von der Ausprägung der Erkrankung. Bei lästigen, andauernde Rötungen und erweiterten, geröteten Äderchen helfen Laserbehandlungen. Obwohl die Rosazea eine chronisch verlaufende Erkrankung ist, lässt sie sich durch entsprechende Medikation und eine gute Zusammenarbeit mit dem Arzt meist zufriedenstellend behandeln.
Die Therapie der Rosazea ist also nicht darauf angelegt, die Erkrankung zu heilen sondern sie unter Kontrolle zu bringen. Eine grundlegende Maßnahme besteht in einer regelmäßig durchgeführten Hautreinigung mit schonenden Waschlotionen (Syndets). Neben dem Vermeiden von zu langer Sonneneinstrahlung sollte bei der Wahl eines Sonnenschutzmittels Wert auf einen besonders hohen Schutzfaktor gelegt werden. Betroffene Hautareale lassen sich mit Hilfe von Tönungscremes und Pudern gut kaschieren. Bei der Rosazea sollte die betroffene Haut vorzugsweise kühl gehalten werden. Heiße oder zu scharfe Nahrung, heiße Umgebungen sollten gemieden werden. Wichtig ist auch die Selbstbeobachtung, um individuelle auslösende Faktoren zu erkennen und zu meiden.
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