Ringelröteln

5. Jun 2009 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Als „Ringelröteln“ wird eine, durch ein Parovirus verursachte Infektionskrankheit bezeichnet, die sich deutlich von den Röteln – einer häufig auftretenden Kinderkrankheit – unterscheidet.

Die als gutartig eingestuften Ringelröteln treten in sehr großen Abständen meist epidemieartig und vorwiegend bei Kindern im schulpflichtigen Alter auf. Die Übertragung der Viren findet über eine Tröpfcheninfektion statt. Während der Inkubationszeit von 5-14 Tagen verläuft die Erkrankung meist ohne jegliche Symptome.

Der folgende, juckende Ausschlag (Exanthem) wird häufig von Muskel-oder Gelenkschmerzen oder etwas Fieber begleitet. Er beginnt immer auf den Wangen, sieht zuerst schmetterlingsartig aus und verbreitet sich schnell flächendeckend über die Außenseiten der Arme und Beine sowie über das Gesäß. Die typische ring- oder girlandenförmige Struktur des Ausschlags war namensgebend für diese Infektionskrankheit, die nach dem vollständigen Ausbruch einige Wochen andauern kann. Zur Linderung des Juckreizes werden Salben verordnet. Der Ausschlag heilt später meist problemlos ab. Danach ist die Haut oft noch einige Zeit trocken und muss intensiver gepflegt werden. Nach einer überstandenen Erkrankung ist die betreffende Person lebenslang immun. Gegen die Ringelröteln existiert bisher keine Impfung.

Schwangere Frauen sollten im Umgang mit erkrankten Personen besondere Vorsicht walten lassen, um ihr ungeborenes Kind zu schützen.


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