Restless Legs Syndrom
4. Nov 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Krankheiten und ProblemeDas Restless Legs Syndrom, zu Deutsch „ruhelose Beine“, bezeichnet eine Krankheit des Nervensystems von der weltweit etwa jeder Zwanzigste betroffen ist. Hauptsymptom des Restless Legs Syndrom ist ein teilweise unwillkürlicher Bewegungsdrang der Beine oder Füße, manchmal auch der Hände, welcher oft mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie Jucken, Brennen oder Ziehen auftritt.
Die Beschwerden kommen meistens in den Nachtstunden vor, wenn der Körper zur Ruhe gefunden hat. Die betroffene Person ist gezwungen, durch Umhergehen oder anderweitige Bewegung, den ruhelosen Beinen entgegenzuwirken. Bei einer ausgeprägten Form des Syndroms kann der Zustand der Ruhelosigkeit mehrere Stunden andauern, was Folgeerkrankungen wie Erschöpfungszustände oder Durchschlafstörungen hervorruft.
Das Restless Legs Syndrom lässt sich in zwei Arten einteilen. Während das primäre Restless Legs Syndrom genetisch bedingt ist und somit familiär gehäuft auftritt, zeigt sich das sekundäre Restless Legs Syndrom als Begleiterscheinung einiger Krankheiten wie beispielsweise Nierenschwäche, Multiple Sklerose oder Störungen der Schilddrüsenfunktion. Ein Mangel bestimmter Vitamine oder eine Schwangerschaft können ebenfalls der Auslöser für die sekundäre Form sein.
Nach einer Genesung von der Grunderkrankung verschwindet in der Regel ebenfalls das sekundäre Syndrom. Das primäre Syndrom dagegen ist nicht heilbar, kann aber in schweren Fällen durch die Gabe von Medikamenten gelindert werden. Bei leichten Beschwerden helfen oft Bäder, Massagen oder ein Spaziergang vor der Nachtruhe sowie der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol oder Kaffee.
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