Prostataprobleme | Beschwerden der Prostata

1. Mai 2010 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme, Männergesundheit

Die Prostata, auch als Vorsteherdrüse bezeichnet, ist ausschließlich Männern vorbehalten. Sie zählt zu den inneren Geschlechtsorganen und befindet sich im Unterleib in der unmittelbaren Umgebung der Harnröhre. Dort wird sie von der Blase, den Samenblasen, dem Enddarm und dem Beckenboden umgeben. Die Prostata fügt sich an den Blasenhals und umhüllt die Harnröhre mit Drüsen und Muskelgewebe. Den Abschluss des Organs bildet eine Kapsel aus dichtem Bindegewebe. In ihrer Funktion übernimmt die Prostata die Bildung eines Teils der Samenflüssigkeit. Jedoch dient sie ebenso dem Verschluss der Harnblase und wirkt unterstützend während der Ejakulation. Obwohl das Organ lediglich die Größe einer Kastanie aufweist, kann sie für starke Beschwerden verantwortlich sein und die Lebensqualität immens einschränken.

Krankheiten der Vorsteherdrüse äußern sich in der Regel in unbestimmten Symptomen. Wenn es zu einer Funktionsstörung der Ausscheidungs- oder Sexualfunktion kommt, kann sie als möglicher Auslöser der Beschwerden in Betracht gezogen werden. Typisch sind Probleme während des Wasserlassens, beispielsweise ein verspätetes Einsetzen, eine Abschwächung oder eine Unterbrechung des Harnstrahls. Ebenso sind Nachtropfen, eine Restharnbildung durch unvollständige Blasenentleerung und der unwillkürliche Harnabfluss, bekannt als Harninkontinenz, zu nennen. Eine Veränderung der Urinfarbe kann gleichenfalls auf eine Krankheit der Prostata hindeuten. Insbesondere sind Blutbeimengungen relevant. Diese sind in kleinem Maße nicht sichtbar. Bei größeren Blutbeimengungen verfärbt sich der Harn hingegen rosa, dunkelrot und sogar braun. Seltener kommt es zu Blutbeimengungen im Sperma. Störungen der Sexualfunktion äußern sich häufig in Erektionsstörungen.

Verschiedene Erkrankungen der Prostata können die beschriebenen Beschwerden hervorrufen. Nicht selten trifft Männer eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Ab dem Alter von 50 Jahren ist dies immerhin bei jedem Zweiten der Fall, da das Älterwerden häufig mit einem Wachstum der Vorsteherdrüse verbunden ist. Mit einer derartigen Vergrößerung sind in der Regel Beeinträchtigungen des Harnabflusses verbunden. Genauso können Tumore der Prostata verschiedene Symptome aufweisen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 30.000 Männer an dieser Krebsform. Die Ursachen für Erektionsstörungen können ebenfalls physischer Natur sein, jedoch kommen auch psychische Erkrankungen in Frage.

Auf das mögliche Bestehen einer Prostataerkrankung können nur ärztliche Untersuchungen hinweisen. Jegliche Vergrößerungen können über den Enddarm durch den Arzt ertastet werden, aber nur Gewebeproben ermöglichen eine Aussage über deren gut- oder bösartige Beschaffenheit. Bildgebende Hilfsmittel, wie CT, MRT und Ultraschall, eignen sich ebenfalls zur Erkennung von krankhaften Veränderungen. Als hilfreich hat sich eine Untersuchung des PSA-Wertes herausgestellt.Ein erhöhter Wert des prostataspezifischen Antigens im Blut deutet auf eine mögliche Erkrankung der Prostata hin. Die beschriebenen Beschwerden müssen zwangsläufig nicht mit einer Erkrankung der Vorsteherdrüse in Zusammenhang stehen. Auch Erkrankungen anderer Organe im Unterleib können dafür verantwortlich sein.


  • Vergrößerung der Prostata Die Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie) ist eine gutartige Geschwulsterkrankung. Sie ist bei etwa 80 % aller Männer nach dem 60. ...
  • Vergrößerte Prostata Die vergrößerte Prostata ist eine Volkskrankheit. Jeder fünfte Mann über 60 Jahre ist betroffen. Die Prostatazellen vermehren sich auf Grund ...
  • Eileiterentzündung Die Eileiterentzündung ist eine Entzündung der sogenannten Anhangsgebilde, die in der Medizin als Adnexe bezeichnet werden und weshalb die Erkrankung ...



Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
,


Achtung: Das Informationsangebot auf www.medizin-blog.net allgemein und auch dieser Beitrag » Prostataprobleme | Beschwerden der Prostata (medizin-blog.net) « dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden.