Prionenkrankheit

2. Nov 2008 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Die Prionenkrankheit ist den meisten wohl besser als die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit bekannt. Die Prionenkrankheit ist eine so genannte humane spongiforme Enzephalopathie. Bei Rindern wird diese Krankheit als bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) oder umgangssprachlich als Rinderwahnsinn bezeichnet.

Der Erreger der Prionenkrankheit sind pathogene Prionen. Pathogene Prionen sind krankmachende Proteine, die keine RNA und keine DNA enthalten. Im Falle der Prionenkrankheit befallen sie das Gehirn und bewirken dort schwammartige Veränderungen.

Prionen können durch Transplantationen oder kontaminierte Gehirnoperationsinstrumente von Mensch zu Mensch übertragen werden. Mehr Schlagzeilen verursachte jedoch in den letzten Jahren die Übertragung von Rindern auf Menschen. Bei Verzehr von erregerhaltigem Fleisch oder von Innereien, können Prionen in den menschlichen Körper gelangen. Die Inkubationszeit der Prionenkrankheit bei der Übertragung von Rind zu Mensch beträgt vermutlich Monate bis Jahre. Bei der Übertragung von Mensch zu Mensch sind es mehrere Jahre bis Jahrzehnte.

Im Frühstadium der Prionenkrankheit kommt es zu unspezifischen psychischen Symptomen. Später treten dann Desorientiertheit, Demenz, Sehstörungen und Lähmungen auf. Auch Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder Muskelzuckungen können Folge der Infektion sein.

Im Endstadium tritt die so genannte Enthirnungsstarre ein. Es kommt zum Koma und in der Folge zum Tod. Eine Heilung ist bislang nicht möglich.





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