Myopie (Kurzsichtigkeit)
1. Okt 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Augen, Krankheiten und ProblemeMyopie ist der medizinische Fachbegriff für die Kurzsichtigkeit, bei der nur in nächster Nähe scharf gesehen wird, auf Distanz wird die Sicht immer schlechter. Entweder ist der Augapfel zu lang und damit der Abstand zwischen Linse und Netzhaut zu groß (Achsenmyopie), oder die Brennkraft der Linse ist zu stark (Brechungs-/Refraktionsmyopie) – in beiden Fällen liegt der Brennpunkt der einfallenden Lichtstrahlen vor der Netzhaut. Je weiter weg der Gegenstand, desto größer ist der Abstand zwischen Brennpunkt und Netzhaut und desto unschärfer wird das Bild.
Das Gegenstück zur Myopie ist die Hyperopie, die Weitsichtigkeit. Die Stärke dieser axialen Sehstörungen wird mit der in Dioptrien gemessenen Abweichung zur normalen Akkomodationsfähigkeit des Auges angegeben, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Mit Brillen oder Kontaktlinsen wird die Fehlsichtigkeit durch eine vorgeschalteten Linse ausgeglichen, bei der Kurzsichtigkeit durch eine Zerstreuungslinse im negativen Dioptrienbereich.
Myopien sind meistens genetisch bedingt, wobei die Achsenmyopie sehr viel häufiger vorkommt. Sie entwickelt sich in den ersten 30 Lebensjahren, wobei sich die allmähliche Verlängerung des Augapfels meist im Grundschulalter erstmals bemerkbar macht. Bei der Schulmyopie stabilisiert sich die Fehlsichtigkeit um das 20. Lebensjahr, wobei der Wert selten über 5 Dioptrien liegt. Bei der gutartigen progressiven Myopie kann die Verschlechterung bis zum 30. Lebensjahr fortschreiten und Werte bis zu 12 Dioptrien erreichen.
Kurzichtigkeit kann gut chirurgisch behandelt werden. Eines der häufigsten Verfahren ist LASIK (Laser in Situ Keratomileusis), bei dem mit dem Augenlaser winzige Partikel der Hornhaut abgetragen werden und so die Fehlsichtigkeit korrigiert wird. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und kann ambulant z.B. im Augenlaserzentrum Düsseldorf durchgeführt werden.
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