Mausarm

8. Sep 2008 | Von | Rubrik: Arme, Krankheiten und Probleme

Der Mausarm, auch RSI-Syndrom oder Sekretärinnenkrankheit genannt, ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen im Bereich von Arm, Handgelenk, Nacken und Schultern. Er wird durch die ständige monotone Bewegung bei der Bedienung eines Computers verursacht. Besonders häufig tritt der Mausarm deshalb bei Berufen auf, bei denen ausschließlich am PC gearbeitet wird, z.B. bei Softwareentwicklern oder Sekretärinnen.

Ein genau umrissenes Krankheitsbild gibt es beim Mausarm nicht, unter dem Begriff werden deshalb alle Krankheiten zusammengefasst, die durch immer gleiche Belastung eines Armes und des Handgelenkes entstehen. Darunter fallen die Sehnenscheidenentzündung, Armschmerzen, Gelenkverschleiß und Verspannungen im Nacken. Auch wer nicht am PC arbeitet, kann deshalb einen Mausarm bekommen, z.B. Fließbandarbeiter.

Den Mausarm verhindern kann man durch die Vermeidung von ständig gleichen Bewegungsmustern. Statt ständig mit der Maus zu arbeiten, können viele Arbeitsschritte auch über die Tastatur erfolgen. Es kann auch versucht werden, die Maus mit der anderen Hand zu bedienen. Das fällt zuerst schwer und ist gewöhnungsbedürftig, das Gehirn gewöhnt sich jedoch nach kurzer Lernphase schnell daran und schon bald kann man die Maus mit der schwachen Hand genau so gut bedienen wie mit der starken Hand. Vor dem Wechsel muss dazu nur die Belegung der Maustasten durch eine Entstellung im Betriebssystem umgedreht werden.

Wichtig für die Vermeidung des Mausarms sind vor allem auch regelmäßige Pausen, um den beanspruchten Arm und das Handgelenk zu entlasten. Auch sollten zwischendurch Dehnungsübungen durchgeführt werden, damit sich die Muskulatur entspannen kann.

Wer länger an einem Mausarm leidet und sich durch die Entlastung des Armes keine Besserung ergibt, sollte zur eindeutigen Klärung des Krankheitsbildes einen Orthopäden aufsuchen.





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