Magenübersäuerung

30. Okt 2008 | Von | Rubrik: Ernährung und Diät, Krankheiten und Probleme, Magen

Den überhöhten Gehalt an Salzsäure im Magen, als Folge einer vermehrten Salzsäureproduktion, bezeichnet man als Magenübersäuerung. Sie ist nicht als eigenständige Krankheit bekannt, sondern ist in Verbindung mit Völlegefühl, saurem Aufstoßen oder Sodbrennen und Magenschmerzen ein Hinweis auf eine organische Erkrankung. Dies können eine Magenschleimhautentzündung, ein Magengeschwür oder ein Zwölffingerdarmgeschwür sein. Diese Beschwerden können auch auf eine funktionelle Störung des Magens hinweisen, beispielsweise ein Reizmagen oder eine Refluxkrankheit.

Die Produktion der Magensalzsäure wird zum einen durch die Zusammensetzung der Nahrungsstoffe bestimmt. Durch zu schnelles und zu fettes Essen kann der Magen überlastet werden. Auch Alkohol, Nikotin und erhöhter Kaffeekonsum können die vermehrte Bildung der Magensalzsäure fördern. Des Weiteren können eine genetische Disposition oder die Überproduktion von Gastrin diese Produktion negativ beeinflussen.

Eine kurzfristige Überproduktion von Magensalzsäure führt noch zu keinen erwähnenswerten Folgen. Die permanente Veränderung der Produktion schädigt jedoch auf Dauer die Schleimhäute des Magens und des Zwölffingerdarms. Um hier eine eindeutige Diagnose stellen zu können, ist eine körperliche Untersuchung notwendig. Bei Beschwerden über einen längeren Zeitraum ist eine Magenspiegelung sinnvoll. Bei dieser Untersuchung werden auch Gewebeteile der Magenschleimhaut entnommen. Sollte eine bakterielle Infektion vorliegen, werden mittels der Untersuchung die Erreger bestimmt und die Therapie eingeleitet.

Die wirkungsvollsten Wirkstoffe zur Behandlung der Magenübersäuerung sind neben Antibiotika die Protonenpumpenblocker und die Histamin-H2-Rezeptorantagonisten. Um sich dauerhaft vor den Folger einer Magenübersäuerung zu schützen sollte man auf Kaffee, Alkohol und Nikotin verzichten. Auch die Einnahme von sehr fettem Essen und süßen oder sehr scharfen Speisen sollt man tunlichst vermeiden.

Psychische Einflüsse wie Stress und Ärger tragen auch zur Magenübersäuerung bei. Ein ausgewogener Lebenswandel und eine gesunde und gewissenhafte Ernährung mindern das Risiko erheblich.





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