Lähmung der Gesichtsmuskulatur
16. Jul 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Gesicht, Krankheiten und ProblemeDer siebente Gehirnnerv von zwölf versorgt die Gesichtsmuskulatur. Kommt es zu Störungen des Gehirnnerves, führt das in der Gesichtsmuskulatur zu Lähmungen unterschiedlicher Stärke. Der Betroffene kann es an einem hängenden Mundwinkel und einem nicht ganz schließenden Lid bemerken. Die Lähmung muss nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar sein. Teilweise bemerkt man es nur beim Lachen. Beidseitig auftretende Lähmungen sind sehr selten. Weitere Symptome können unter anderem sein, dass der Betroffene Schwierigkeiten beim Essen hat, manchmal kann er nichts mehr schmecken, es kommt zu einer ungewöhnlichen Trockenhaut der Augen und des Mundes, das Hörvermögen kann geschädigt sein, die Stirn kann nicht mehr gerunzelt werden und das Auge lässt sich auf der betroffenen Seite nicht richtig schließen.
Meistens liegt die Ursache der Erkrankung in einer recht harmlosen Entzündung des betreffenden Gesichtsnervs oder in einer Störung der zentralen Steuerung im Gehirn. Behandelt werden kann diese Krankheit mit einer Physiotherapie, wobei eine Behandlung mit Kortison unterstützend wirken kann. Die Heilungschancen bei dieser Erkrankung sind sehr gut. Die Rückbildung der Symptome kann vier bis sechs Wochen dauern. Mit Hilfe der Physiotherapie können Geschmacksempfindungen wieder erlangt werden und eine Lymphdrainage kann ebenfalls zur Linderung der auftretenden Beschwerden beitragen.
Eine operative plastische Behandlung kann notwendig sein, wenn sich nach Monaten keine Besserung einstellt. Hier werden die Nervenfasern von der gesunden Seite auf die kranke Seite verlagert.
Gesichtslähmungen können bei Personen aller Altersstufen auftreten und die Erkrankung kann beide Geschlechter betreffen und sie tritt meistens im mittleren Alter auf. Teilweise wurde festgestellt, dass es erblich bedingt sein kann.
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