Brusttumor | Diagnose und Behandlung
4. Mai 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Brust, KrebsBrustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Früh erkannt sind die Heilungschancen heute aber sehr hoch. Empfohlen wird jeder Frau ein regelmäßiges Abtasten der Brust. Stellt man hierbei Veränderungen, zum Beispiel einen Knoten, fest, sollte ein Gynäkologe das Brustgewebe genauer untersuchen. Nicht immer muss es sich um eine bösartige Brustkrebserkrankung handeln – häufig sind vor allem in jüngeren Jahren gutartige Brusttumore. In der Regel wird der Facharzt zur Bestimmung der Diagnose ebenfalls gründlich Brust und Lymphdrüsen im Achselbereich abtasten sowie eine Sonographie durchführen. Desweiteren werden betroffene Frauen häufig zu einer Röntgenuntersuchung der Brust, der so genannten Mammographie, geschickt. Ist eine weitere Abklärung notwendig, wird an der auffälligen Stelle eine Gewebeprobe entnommen. Ist diese Biopsie ohne Befund kann der Arzt erst einmal Entwarnung geben, denn es handelt sich dann wahrscheinlich nur um eine harmlose Verhärtung von Bindegewebe. Häufig finden sich in der weiblichen Brust auf Röntgenbildern Kalkablagerungen. Diese können ebenso wie Knoten harmlos sein oder aber auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen. Der Radiologe erkennt die Unterschiede anhand der Anordnung dieser Kalkflecken im Gewebe.
Bestätigt das Ergebnis einer Biopsie ein Mammakarzinom, also Brustkrebs, sollte die Patientin möglichst eine Klinik mit Brustzentrum für die weitere Behandlung auswählen. Im Idealfall wird hier die individuell beste Kombination aus Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie gewährleistet indem Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen wie Gynäkologen, Radiologen und Pathologen über jeden Einzelfall gesondert beraten.
Neben der Selbstuntersuchung der Brust verspricht man sich von regelmäßigen Mammographien ab etwa 50 Jahren die besten Erfolge in der Früherkennung. Frauen, die aus Familien stammen, in denen insbesondere Brustkrebs in der Vergangenheit bereits aufgetreten ist, haben eine höhere genetische Veranlagung zu dieser Erkrankung. Man zielt daher darauf ab, durch Vorsorgeuntersuchungen auch schon in jüngeren Jahren bei dieser Risikogruppe Brustveränderungen möglichst frühzeitig zu erkennen, um im Frühstadium mit einer entsprechenden Therapie die Überlebenschancen wesentlich zu verbessern.
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Brustkrebs, Mammakarzinom, Mammographie, Sonographie
