Koronare Herzkrankheit (KHK) und Angina pectoris
28. Aug 2010 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Herz, Krankheiten und ProblemeDie Koronare Herzkrankheit entsteht durch eine mangelnde Durchblutung der Herzversorgenden Arterien, der so genannten Koronararterien. Sie wird verursacht durch eine Einengung oder den Verschluss der Koronararterien. Man bezeichnet die Mangelversorgung des Herzens mit Blut als Ischämie. Durch den verminderten Blutstrom wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, der über das Blut transportiert wird. Zur Koronaren Herzkrankheit zählen die Krankheitsbilder der Angina pectoris, des Herzinfarktes und der Herzinsuffizienz.
Bei der Krankheitsentstehung spielt eine Reihe von Risikofaktoren eine Rolle. So begünstigen Hypertonie, Diabetes mellitus, erhöhte Harnsäurewerte und Gicht ebenso eine Verengung der Herzkranzgefäße wie eine Erhöhung des LDL-Cholesterins im Blut. Aber auch Rauchen, Übergewicht und Stress können zur Arteriosklerose der Herzversorgenden Gefäße führen.
Ein typisches Symptom der Koronaren Herzkrankheit ist der Angina-Pectoris-Anfall. Akute Auslöser diese Anfälle sind körperliche oder psychische Belastung, schwere Mahlzeiten oder Kälte. Ein Angina-Pectoris-Anfall äußert sich in plötzlich auftretenden, heftigen Schmerzen im Brustkorb, die in den linken Arm ausstrahlen können. Er dauert Sekunden bis Minuten. Dazu leiden die Patienten unter Beklemmungsgefühlen, viele haben Todesängste. Der Sauerstoffmangel des Herzmuskels kann sich außerdem in Herzrhythmusstörungen oder einer Herzinsuffizienz äußern. Gefürchtet ist vor allem der Herzinfarkt, der als Hauptrisiko infolge einer Koronaren Herzkrankheit gilt.
Eine stabile Angina pectoris, bei der die auslösenden Faktoren und die Intensität der Anfälle gleich bleibend sind, lässt sich die Koronare Herzkrankheit gut mit Nitratgaben therapieren. Handelt es sich um den ersten Anfall, oder sind die Anfälle durch zunehmende Intensität und Dauer der Beschwerden gekennzeichnet, ist die Angina pectoris instabil. Das Risiko eines Herzinfarktes oder eines plötzlichen Herztodes ist dann besonders hoch.
Patienten mit Koronarer Herzkrankheit sollten Kälte meiden, da sie ein Zusammenziehen der Gefäße verursacht. Übergewicht sollte abgebaut und das Rauchen strikt eingestellt werden. Mehrere kleine und cholesterinarme Mahlzeiten sind besser als wenige große. Blähende Speisen sind grundsätzlich zu meiden. Gegen die Angst vor den Anfällen kann eine psychotherapeutische Unterstützung helfen.
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