Kontaktekzem
2. Mrz 2009 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Haut, Krankheiten und ProblemeUnter einem Kontaktekzem versteht man entzündliche Veränderungen an der Haut, die durch den direkten Kontakt mit bestimmten Stoffen entstehen. Die Veränderungen sind meist auf den Bereich der Haut beschränkt, an dem der Kontakt zur schädlichen Substanz tatsächlich bestanden hat. Es handelt sich also um ein exogenes Ekzem; hervorgerufen durch äußere Einflüsse. Die Haut reagiert mit Juckreiz, Rötungen, Blasen oder auch Hautablösungen.
Medizinisch betrachtet, stellt das Kontaktekzem eine besondere Ausprägungsform einer allergischen Reaktion dar. Generell können aber auch andere Substanzen, wie zum Beispiel Säuren oder Lösungsmittel, Ekzeme auf der Haut auslösen.
Man unterscheidet also zwischen toxischen und allergischen Ekzemen.
Beim toxischen Ekzem tritt durch einen immer wiederkehrenden Kontakt mit chemischen oder physikalischen Noxen eine Hautschädigung auf. Säuren, pflanzliche Substanzen oder Öle greifen die Hornschicht der Haut an und schädigen diese. Die Haut verliert unter anderem die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, der Fett- und Säureschutzmantel wird beschädigt. Da die Hautreaktion in diesen Fällen auf der giftigen oder ätzenden Wirkung der Stoffe beruht, reagiert die sie bereits beim allerersten Kontakt.
Die allergischen Kontaktekzeme entstehen durch die Einwirkung bestimmter Stoffe, auf die das Immunsystem bereits sensibilisiert ist. Wie bei den meisten allergischen Prozessen treten beim ersten Kontakt noch keine allergischen Reaktionen auf. Deutet das Immunsystem jedoch harmlose Substanzen als Feind- oder Fremdstoffe, so wird es bei jedem weiteren Kontakt mit heftiger Abwehr reagieren. Nicht immer reagiert die Haut sofort auf den schädlichen Stoff. Manchmal lässt eine Reaktion mehrere Tage auf sich warten, was eine eindeutige Zuordnung anfangs erschweren kann. Besonders Nickel, Chrom, Duft- und Aromastoffe können zu Kontaktekzemen führen. Auf diese Allergene reagieren Betroffene nach immunologischer Sensibilisierung bei Kontakt überempfindlich.
Kontaktekzeme lassen sich durch konsequente Allergenkarenz vermeiden. Im Prinzip stellt dieses Ausweichen die einzige ursächliche Behandlungsmöglichkeit dar. Linderung bei Auftreten des Kontaktekzems verschaffen aber kühlende Umschläge, trockene Verbände, fetthaltige Cremes und cortisonhaltige Präparate.
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