Kinderlosigkeit

26. Nov 2008 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Kinder sind für die meisten Menschen das wohl schönste Geschenk der Natur. Leider bleiben in Deutschland etwa 10% aller Paare, die sich ein Kind wünschen, kinderlos. Die Kinderlosigkeit, die auch als Sterilität bezeichnet wird, ist ein Phänomen, was in den westlichen Ländern immer häufiger auftritt und Betroffene stark belastet. Von Sterilität spricht man jedoch erst dann, wenn ein Paar innerhalb eines Jahres unter der Annahme einer normalen sexuellen Aktivität keine Schwangerschaft erreicht. Kürzere Zeitabstände hingegen sind eher normal, dann auch unter den günstigsten Bedingungen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft innerhalb eines Zyklus bei nur 30%.

Die Gründe für Kinderlosigkeit sind vielfältig. Zum einen sorgt das immer weiter ansteigende Lebensalter der Mütter dafür, dass die Fruchtbarkeit abnimmt. Auch wurde in verschiedenen Studien festgestellt, dass die Fruchtbarkeit der Männer, die in Industriestaaten leben, im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer weiter abgenommen hat. Dazu sorgen Umweltgifte sowie die erhöhte psychische Belastung der Menschen weiterhin dafür, dass die Kinderlosigkeit zunimmt.

Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Meinung weit verbreitet, dass Kinderlosigkeit allein auf die Unfruchtbarkeit der Frau zurückzuführen sei. Mittlerweile weiß man, dass dies nur zu etwa 40% der Fall ist, Männer sind ebenfalls zu 40% betroffen. Nur in seltenen Fällen (etwa 10%) sind beide Partner gleichermaßen betroffen. Neben der medizinischen Belastung leiden Betroffene aber vor allem unter dem psychischen Druck, den viele Beziehungen oft nicht aushalten.

Doch Kinderlosigkeit ist nicht in jedem Fall unabwendbar, denn mittlerweile wurden verschiedene Behandlungsmethoden entwickelt, die Paaren trotz dessen den Wunsch nach einem Kind erfüllen können. Vielfach kann bereits eine einfache hormonelle Stimulation helfen, die Fruchtbarkeit von Frau und Mann zu erhöhen. Sollten diese Methoden nicht helfen, kann auch eine Reagenzglasbefruchtung angestrebt werden, die jedoch sehr aufwändig und auch belastend für die Paare werden kann.

In jedem Fall sollte die Behandlung der jeweiligen Störung angepasst werden, wobei einfache Behandlungsmethoden wie etwa die Hormonbehandlung aufgrund geringerer Risiken bevorzugt werden sollten. Ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann Aufschluss über die Möglichkeiten geben.


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