Kieferzysten

26. Nov 2008 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme, Zähne

Ein sackartiger Hohlraum, der mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt gefüllt ist, wird als Zyste bezeichnet. Diese kommen vermehrt in Weichteilen und Knochen vor. Dabei ist besonders häufig der Kieferknochen betroffen. Die Zysten sind dort nicht ursprünglich vorhanden, sondern die Zyste bildet sich mit der Zeit durch eine Vielzahl von Ursachen heraus. Dies können zum Beispiel Entzündungen oder auch Entwicklungsstörungen sein. Die Zyste wächst mittels Flüssigkeitszunahme im Inneren. Im Allgemeinen wachsen diese meist gutartigen Gebilde sehr langsam, wobei sie jedoch das angrenzende Gewebe verdrängen. Kieferzysten treten vermehrt bei Männern zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf. Sie gehen dabei sehr häufig von den Zahnwurzeln aus.

Die meisten Zysten lösen erst Beschwerden aus, wenn sie bereits relativ groß sind. Durch den wachstumsbedingten Druck, der beim Ausdehnen des Gewebes entsteht, wird das benachbarte Kiefergewebe geschädigt. Dies führt zu den Kieferschmerzen, die der Patient in diesem Stadium verspürt. Solche Symptome sind allerdings erst nach langem Wachstum der Zyste realistisch. Meist werden sie bereits zufällig bei Röntgenaufnahmen des Kiefers entdeckt.

Sobald eine bestimmte Größe erreicht wurde, kann man auch eine markante Wölbung im Kiefer ertasten. Übt man Druck auf diese Stelle aus, so wird ein Knistern hörbar. Sollte die Zyste nicht entdeckt werden, so wächst sie kontinuierlich weiter und kann Nerven beschädigen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Entzündung und einer daraus folgender Kieferverformung.

Die Diagnose der Zyste wird hauptsächlich über eine Röntgenaufnahme gestellt. Die Zystenart kann fast nur nach der Entfernung unter dem Mikroskop bestimmt werden. Des Weiteren können Ultraschalluntersuchungen und eine Computertomografie weitere Informationen liefern.

Therapiert wird die Zyste über eine Operation durch einen Kieferchirurgen. Die Technik richtet sich dabei nach Größe und Lage des zu entfernenden Gewebes aus. Nach der Betäubung wird meist das Zahnfleisch aufgeschnitten und der Knochen bloßgelegt. Die Zyste wird entfernt und das fehlende Gewebe mit Ersatzmaterial aufgefüllt.


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