Japanische Enzephalitis

29. Okt 2008 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Bei der Japanischen Enzephalitis handelt es sich um eine durch Stechmücken übetragene Gehirnhautentzündung. Als Erreger wurden Flaviviren identifiziert. Diese werden vom den Stechmücken vor allem von Schweinen und Wildvögel auf den Menschen übertragen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht nachgewiesen.

Verbreitungsgebiet der Japanischen Enzephalitis ist Süd-, Südost- uns Ostasien. Größere Epedemien traten vor allem in China, Korea, Japan, Taiwan und Thailand auf. Jährlich erkranken zwischen 30 000 und 50 000 Menschen in dieser Region an Japanischer Enzephalitis. Die Sterblichkeit schwankt ja nach Ausgangslage zwischen 0,3 und 60 Prozent.

Zur Diagnose werden neben einer Reiseanamnese und einer allgemeinen Krankenuntersuchung auch eine Blutabnahme (Antikörpernachweis) und eine Lumbalpunktion vorgenommen.

Symptome:
Nach einer Inkubationszeit von ein bis sechs Wochen können eine große Zahl von asymptotischen Beschwerden auftreten. Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Übelkeit werden oft als Folge einer Grippe oder eines grippalen Infekts abgetan. Liegen aber zusätzliche Indikatoren vor, wie etwa eine Reise nach Südostasien, sollte unbedingt eine weitere Abklärung vorgenommen werden.

Bei einer schwerwiegenderen Krankheitsverlauf tauchen neben hohen Fieber auch für Hinrhautentzündungen charakteristische Symptome wie Nackensteife, Übelkeit und Erbrechen ein. Weitere Symptome sind Krampfanfälle und Lähmungen. In diesen Fällen kann es zu einer bleibenden neurologischen Schädigungen kommen.

Therapie:
Bei einer Infektion mit Japanischer Enzephalitis ist derzeit lediglich eine Behandlung der Symptome möglich.

Vorbeugung:
Generell empfiehlt sich eine Schutzimpfung gegen Japanische Emzephalitis. In Österreich und Deutschland ist dieser Impfstoff allerdings nicht zugelassen aber über internationale Apotheken verfügbar. Vor Ort schützt man sich am besten durch abwehrende Wirkstoffe, geeignete, langärmelige Kleidung und Netze gegen Stechmücken.


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