Infertilität | Begriffsbestimmung, Abgrenzung, Ursachen

16. Mai 2009 | Von | Rubrik: Geschlechtsorgane, Krankheiten und Probleme

Infertilität bedeutet ebenso wie Sterilität einfach Unfruchtbarkeit. Trotzdem spricht der Fachmann nur von Infertilität bei Frauen, wenn schon einmal eine Schwangerschaft aufgetreten ist, nach deren ungewolltem Abbruch durch Fehlgeburt eine erneute Schwangerschaft schwierig ist. Als Sterilität bezeichnet man das Ausbleiben einer Schwangerschaft nach einjährigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr bei bestehendem Kinderwunsch eines Paares.

Wird der Fötus während der ersten Zeit der Schwangerschaft mit einem Gewicht von unter 500 Gramm und vor Beginn der 24. Schwangerschaftswoche abgestoßen, so liegt eine Fehlgeburt oder bei wiederholtem Auftreten, Infertilität, vor. Spontanaborte kommen viel häufiger vor, als junge Paare oft annehmen. Besonders vor der 12. Woche Woche, im frühen Stadium sind diese am häufigsten. Ab der 24. Woche spricht man dann schon von einer Totgeburt bei einem späten Abort, da das Kind durch moderne Medizin meist schon lebensfähig wäre.

Über die Infertilität bei Frauen wie die frühen Aborte, weiß man wenig, denn es gibt nur die Vermutung, dass der Körper auf natürliche Weise genetische Mängel erkennt und abstößt. Dies wäre eine natürliche Form der Auslese und Sorge für gesunde Nachkommen. Infertilität bei Frauen kann auf gesundheitliche Störungen wie auch seelische Faktoren zurückgeführt werden:

Störung der Eireifung oder des Eisprunges Verklebungen der Eileiter Endometriose perniziöse Anämie Vitamin B12 Mangel hormonelle Schwankungen Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Gonorrhöe oder Tripper selten eine Allergie gegen Sperma des Partners.

Bei Männern spricht man auch von Infertilität bei Störungen der Samenzellenbildung, die z. B. besonders durch Mumps ausgelöst werden kann.

Viele Störungen sind behandlungsfähig und auch alternative Methoden wie Akupunktur und bestimmte Sexualpraktiken versprechen Hilfe. Am erfolgreichsten hat sich dabei die künstliche Befruchtung erwiesen, bei der Eizellen, außerhalb des weiblichen Körpers befruchtet und dann in die Gebärmutterschleimhaut eingesetzt werden. Die Verfahren sind natürlich teilweise aufwendig und manches Paar, das mit der Problematik jahrelang kämpft, kann sich möglicherweise durch Adoption eines Kindes den Weg in die Elternschaft erleichtern. In manchen Fällen hat dieser Entschluss sogar den Auslöser für eine plötzliche Schwangerschaft gegeben.


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