Hypotonie – (zu) niedriger Blutdruck
31. Dez 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Herz, Krankheiten und ProblemeDer medizinische Fachausdruck für einen zu niedrigen Blutdruck lautet Hypotonie. Die Hypotonie verursacht Beschwerden. Im Gegensatz zum hohen Blutdruck schädigt sie aber nicht die Blutgefäße. Von einem zu niedrigen Blutdruck spricht man bei Frauen, wenn der Wert unter 100/60 mmHg liegt und bei Männern, wenn er unter 110/70 mmHg liegt. Betroffen sind meistens schlanke Leute, insbesondere junge Mädchen und Frauen.
Die Beschwerden werden dadurch ausgelöst, dass das Gehirn durch den niedrigen Druck zu wenig durchblutet wird. Es handelt sich bei den Beschwerden um Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zur Ohnmacht. Der Körper wehrt sich gegen den niedrigen Blutdruck mit erhöhter Herzfrequenz. Weitere Symptome sind kalte Füße und Hände, Antriebsarmut, Müdigkeit, Ohrensausen und Schlaflosigkeit.
Da der niedrige Blutdruck nicht gefährlich ist, ist eine Therapie meistens nicht nötig. Allein die Umstellung der Lebensgewohnheiten reicht häufig schon aus. Regelmäßige sportliche Betätigung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ausgewogene Ernährung – Speisen eher reichlich salzen – und Wechselduschen sind die adäquatesten Mittel. Außerdem empfiehlt es sich, nachts den Kopf höher zu lagern und morgens langsam aufzustehen.
Erst wenn diese Ansätze nicht helfen und eine Verletzungsgefahr durch Ohnmachtsanfälle und dadurch entstehende Stürze besteht, ist eine medikamentöse Therapie angezeigt.
Fazit: Niedriger Blutdruck kann zwar die Lebensqualität etwas vermindern. Trotzdem kann er die Lebensdauer verlängern, weil das Herz und die Blutgefäße durch die geringe Belastung geschont werden.
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