Hühneraugen

28. Okt 2008 | Von | Rubrik: Füße, Haut, Krankheiten und Probleme

Medizinisch betrachtet ist das im Volksmund bekannte Hühner- oder auch Krähenauge (Clavi) eine so genannte Hornschwielenbildung mit nach innen gerichtetem Sporn. Meist tritt es durch Druck auf knochennaher Haut auf und wächst sich von einer kleinen Druckstelle unter Umständen zu einem tief eingewachsenen Hühnerauge aus. Trifft die nach innen wachsende Hornhautverdickung auf einen Knochen, führt dies zu Schmerzen, welche das Gehen und Stehen unerträglich machen können (vgl. auch Dornwarzen).

Meist bildet sich das Hühnerauge an den Füßen, an Zehen oder den Zehengelenken. Besonders Besitzer von Senkfuss oder Spreizfüßen und auch Diabetiker neigen gerne zu dieser Schwielenbildung, ganz besonders, wenn falsches oder unpassendes Schuhwerk verwendet wird. Wer hier auf gesunde Schuhe achtet und evtl. auch orthopädische Einlagen verwendet, kann im Vorfeld schon einiges dagegen tun, damit Hühneraugen gar nicht erst auftreten. Zusätzlich sind pflegende Cremes, bestenfalls in Kombination mit vorangegangenen Fußbädern, ein äußerst wirkungsvolles Mittel der vorbeugenden Prävention, da diese die Hornhaut geschmeidig und weich halten.

Sollte trotz der vorbeugenden Pflege Hornhaut auftreten, ist man gut beraten, diese vorsichtig mit einem Bimsstein oder einer Raspel aus der Apotheke abzutragen, damit hier gar keine Druckstellen auftreten können.

Spezielle Druckschutzpflaster an hornhautgefährdeten Stellen beugen zusätzlich einer Verschlechterung bis hin zum Hühnerauge vor.

Wenn doch einmal der Fall eintreten sollte, dass sich so eine Druckstelle zum Hühnerauge ausgewachsen hat, kann man sich mit salicylsäurehaltigen Lösungen und Pflastern aus der Apotheke behelfen. Sogenannte Podologen, Mediziner der therapeutischen Maßnahmen rund um den Fuß, können hier zudem auch weiter helfen. Ein Arztbesuch ist aber unbedingt erforderlich, wenn das Hühnerauge hartnäckig immer wieder auftritt und Schmerzen beim Gehen mit folgender Fehlhaltung des Fußes verursacht. In diesem Fall wird dann der nach innen gerichtete Hornhautdorn mittels einem kleinen chirurgischen Eingriffes entfernt.


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