Höhenkrankheit
15. Dez 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Krankheiten und ProblemeDer menschliche Körper hat sich seiner Umgebung bestens angepasst. Dazu gehört auch, dass er sich auf die Temperaturen und den Luftdruck in der jeweiligen Region weitestgehend eingestellt hat.
Bringt man den Körper in kürzester Zeit aber aus der heimischen Eigentumswohnung oder Mietwohnung in andere Regionen, wie zum Beispiel beim Flug in den Urlaub in tropische Zonen oder ins extreme Hochgebirge, so reagiert der Körper schlagartig mit Unwohlsein, Kopfschmerzen und Schwindel. Gerade, wer sich in ungewohnte Höhen im Gebirge begibt, spürt rasch Symptome der so genannten Höhenkrankheit. Die Höhenkrankheit befällt Menschen, die sich je nach körperlicher Disposition auf über 2000 m Höhe begeben. Bei manchen treten die Symptome erst bei Höhen um die 3000 m auf.
Wer kennt nicht die Symptome der Höhenkrankheit wie sie alle Mount Everest Expeditionsteilnehmer schildern. Auch Reinhold Messner berichtet in seinen Vorträgen von den deutlichen Anzeichen der Höhenkrankheit, an der er jedesmal leidet, wenn er in den Himalaya fährt. Kopfweh, Appetitlosigkeit und Atemprobleme gehören dazu.
Erfahrene Bergsteiger gewöhnen ihren Körper daher langsam an die Höhe, indem sie jeden Tag in die Höhe aufsteigen und zum Schlafen wieder hinabsteigen. Nach ein paar Tagen passt sich der Körper in der Regel besser an und die Symptome der Höhenkrankheit verschwinden oder mildern sich zumindest ab.
Besonders betroffen von der Höhenkrankheit sind aber auch alle diejenigen, die in hoch gelegenen Regionen oder Städten leben. Bewohner von Mexico City, La Paz oder einigen Städten in den Anden klagen regelmäßig über Übelkeit, starke Kopfschmerzen, Müdigkeit und Kurzatmigkeit. In der Höhe schläft man deshalb auch meist schlecht, eine zusätzliche Belastung für den Körper, die die Höhenkrankheit weiter verschlimmert.
Hauptursache für die Höhenkrankheit ist der veränderte Luftdruck und der verringerte Sauerstoffgehalt in der Luft. Der Körper muss daher mehr rote Blutkörperchen produzieren, um dem Blut genug Sauerstoff zuzuführen. Das kann er aber nur in einem bestimmtem Ausmaß. Dazu benötigt er außerdem ein paar Tage Zeit. Gönnt man ihm diese Zeit nicht, kann dies schlimmstenfalls zu gefährlichen Ödemen in Lunge und Gehirn oder sogar zum Tode führen.
Lesen Sie dazu jetzt weiter bei Medizin-Blog.net:
- Meningeom – Tumor im Gehirn Beim Meningeom handelt es sich um einen Tumor im Gehirn, der allerdings in den meisten Fällen glücklicherweise gutartig, und somit ...
- Knochenmarkstransplantation | Eine Einführung für Betroffene Im Jahr 1969 wurde in den USA die erste Knochenmarkstransplantation erfolgreich durchgeführt. Seither zählt diese Methode zu eine der wichtigsten ...
- Schmerzmedikamente Schmerzmedikamente werden vom Mediziner auch als Analgetika bezeichnet. Dabei werden drei große Gruppen unterschieden. Die einfachen Schmerzmedikamente Die sogenannten nichtopioiden Analgetika werden ...
- Mononukleose Die Mononukleose, besser bekannt als Pfeiffer-Drüsenfieber, ist eine meist harmlos verlaufende Infektionskrankheit. Erreger der Mononukleose ist das Epstein-Barr-Virus. Der Erreger ...
- Spannungskopfschmerz Spannungskopfschmerzen treten meistens vom Nacken aus auf und verteilen sich dann teilweise bis über den gesamten Kopf. Meistens lässt er ...
- Lesebrille Bei fast allen Menschen beginnt im Alter von etwa 40 – 45 Jahren die so genannte Altersweitsichtigkeit. Diese macht sich ...
- Maul- und Klauenseuche Bei der Maul- und Klauenseuche handelt es sich um eine hoch ansteckende Krankheit, die durch Picornaviren hervorgerufen wird. Sie ...
Mehr zu den Schlagwörtern dieses Artikels:
Appetitlosigkeit, Atemprobleme, Höhenkrankheit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, rote Blutkörperchen, Schwindel, Unwohlsein
