Gynäkomastie

Nov 18th, 2009 | Von medizin-blog.net | Medizin & Gesundheit | Rubrik: Brust, Krankheiten und Probleme, Männergesundheit

Als Gynäkomastie bezeichnet man die Vergrößerung der Brust beim Mann. Dabei wird zwischen einer echten und einer falschen Gynäkomastie unterschieden. Die echte Gynäkomastie wird durch eine Vermehrung des Drüsengewebes verursacht. Dabei ist die Gynäkomastie jedoch keine eigenständige Erkrankung, sondern vielmehr ein Symptom. So kann es durch einen Mangel an männlichen Hormonen oder durch eine vermehrte Östrogenbildung zur Vergrößerung bzw. Vermehrung des Drüsengewebes kommen. Auch chronische Erkrankungen, hier vor allem Leber- oder Nierenerkrankungen, können eine Gynäkomastie verursachen. Die falsche Gynäkomastie beruht hingegen auf einer Fetteinlagerung, wie sie bei Übergewicht oder Adipositas auftritt.

Die Therapie bei der falschen Gynäkomastie besteht deshalb auch einzig und allein in der Gewichtsreduktion. Eine nachhaltige Behandlung der echten Gynäkomastie erfordert hingegen auch immer die Therapie der Grunderkrankung. Da die Betroffenen jedoch häufig unter ihrer vergrößerten Brust leiden, kann die Gynäkomastie zusätzlich mit Hormonpräparaten behandelt werden. Nicht in allen Fällen führt diese Therapie jedoch zum Erfolg. In diesen Fällen kann die plastische Chirurgie helfen. Bei der Operation, die unter Vollnarkose durchgeführt wird, wird überschüssiges Drüsengewebe entfernt und eventuell vorhandenes Fettgewebe abgesaugt. In der Regel sind dafür nur wenige Schnitte erforderlich.

Wie jede Operation birgt auch die Gynäkomastie-Operation gewisse Risiken. So können zum Beispiel Taubheitsgefühle auftreten, die bis zu einem Jahr anhalten können. In seltenen Fällen kann es auch zur Narbenbildung kommen.


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