Gehirnhautentzündung | Was muss man wissen: Symptome, Vorbeugung, Schäden

28. Aug 2010 | Von | Rubrik: Krankheiten und Probleme

Eine Entzündung der Hirnhaut, in der Medizin auch als Meningitis bezeichnet, ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die durch verschiedene Erreger ausgelöst werden kann. Während zumeist Viren und Bakterien eine Hirnhautentzündung verursachen, kann die Krankheit auch durch infizierte Parasiten, vor allem Zecken, oder Pilze, sowie durch schwere Krankheiten des Immunsystems oder Krebserkrankungen übertragen werden. Je nach der Art der Erreger kann die Krankheit chronisch, akut oder auch immer wiederkehrend verlaufen. Zur erfolgreichen Behandlung ist daher wichtig, die Ursache der Erkrankung zu wissen, da eine unbehandelte Hirnhautentzündung zu schweren Folgeerkrankungen wie Lähmungen, vernarbtem Hirnhautgewebe, nervlichen Behinderungen wie Epilepsie, Taubheit, sowie in besonders schweren und spät erkannten Fällen zum Tod führen kann.

Der Krankheitsverlauf hängt vom Auslöser ab und kann beispielsweise zu Beginn dem einer starken und plötzlich auftretenden Grippe ähneln, erste Symptome sind hierbei hohes Fieber oder Schüttelfrost, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl, Gliederschmerzen etc. Meist liegt dann eine bakterielle Infektion vor.

Wird die Erkrankung durch eine virale Infektion hervorgerufen, so kann der Krankheitsbeginn sich langsamer und ähnlich einer Erkältung, die erst allmählich in eine Grippe übergeht, abspielen.
In beiden Fällen klagen Betroffene meist zudem über einen steifen und bei bestimmten Bewegungen schmerzenden Nacken. Dieser typische Schmerz wird ausgelöst durch die entzündeten Hirnhäute, die durch die Bewegung gedehnt und gereizt werden.

Der rechtzeitige Besuch bei einem Arzt und eine frühe Diagnose der Meningitis und ihrer Erreger ermöglicht eine entsprechende Behandlung, die in der Regel gute Aussichten auf Erfolg hat.
Die genaue Aufnahme der Fakten über Verlauf und Beginn der Symtome sind für den behandelnden Arzt hierbei immens wichtig, um festzustellen, um welche Art von Erreger es sich handelt und welche Behandlunsmethoden angewandt werden müssen.

Meningitispatienten werden zumeist stationär in einer Klinik betreut, um den Krankheitsverlauf zu beobachten und bekommen starke entzündungshemmende Antibiotika oder Virostatika verabreicht.
Je nach Intensität der Erkrankung bietet sich für den geschwächten Patienten in einigen Fällen zudem ein anschließender Aufenthalt in einer Rehabilitations-Klinik an.

Um einer speziellen und weit verbreiteten Form der Hirnhautentzündung, der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME, vorzubeugen, sollten besonders Menschen, die in Gebieten, in denen viele Zecken, die möglicherweise das ansteckende Virus übertragen können, nach Spaziergängen im Wald oder durch hohes Gras abends sicherstellen, dass sich keine Zecken am Körper befinden.
Wer sich nach einem erfolgten Zeckenstich krank fühlt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen.
Eine Möglichkeit zur Vorbeugung von FSME ist die Schutzimpfung, die in besonders gefährdeten Gebieten wie Bayern und Baden-Württemberg in vielen Fällen von den Krankenkassen getragen und vor allem für Kinder empfohlen wird.


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