Essstörungen – von Magersucht bis zur Binge Eating Disorder

7. Nov 2008 | Von | Rubrik: Ernährung und Diät, Krankheiten und Probleme

Das heutige Leben ist oft von Stress und Leistungsorientierung sowie von verschiedenen Schönheitsidealen gekennzeichnet. Dies sind häufige Faktoren für eine seelische Belastung, die sich wiederum in verschiedenen Krankheitsbildern äußern kann. Etwas, das ganz häufig durch die Kombination dieser drei Merkmale des modernen Lebens auftritt, sind die Essstörungen.

Von Essstörungen gibt es zahlreiche verschiedene Formen. Die wichtigsten Arten sind Magersucht (Anorexia nervosa), Binge Eating Disorder und die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa). Oft gehen die Essstörungen in einander über. Beispielsweise entwickelt jemand, der vorher magersüchtig war, eine Ess-Brech-Sucht.

All diese Essstörungen sind sehr gefährlich für den Organismus und die Leistungsfähigkeit des Menschen, mitunter führen sie sogar bis zum Tod. Deswegen ist es sehr wichtig, die Anzeichen einer solchen Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und die Krankheit im Keim zu ersticken. Denn ist jemand erst einmal in den Sog der Essstörungen geraten, kommt er da nur noch schwer hinaus.

Damit diese Früherkennung möglich ist, sollten hier nun die einzelnen Essstörungen kurz beschrieben werden.

Bei der Magersucht wird das Essen durch den Erkrankten fast gänzlich eingestellt, auf jeden Fall aber kontrolliert und stark eingeschränkt. Er hasst seinen Körper und empfindet sich selbst immer als zu hässlich und zu dick, weswegen Magersüchtige immer dünner und dünner werden.

Bei der Binge Eating Disorder ist etwa das Gegenteil gegeben. Der Erkrankte isst häufig und unkontrolliert. Er kann keinem Essgelüste standhalten und schlingt alles förmlich in sich hinein. Da er oft auch kein Sättigungsgefühl empfindet, findet er keine Grenzen mehr. Da der Erkrankte auch nach der Nahrungsaufnahme kein Sport treibt, wird die Kalorienaufnahme nicht ausgeglichen und der Süchtige nimmt meist zu.

Die letzte, wichtige Form ist die Ess-Brech-Sucht. Hier hat der Erkrankte meist zuvor unter Magersucht gelitten. Ihn überkommen nun aber Hungerwellen, denen er nicht mehr widerstehen kann. Er fängt dann an, unkontrolliert innerhalb weniger Minuten Unmengen an Essen aufzunehmen. Geht die Hungerwelle vorüber, wird sich der Süchtige bewusst, was er gerade getan hat. Er erbricht sich nun, um die aufgenommene Nahrung wieder aus dem Körper zu bekommen.


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