Ekzeme – und der nervige Juckreiz…
28. Sep 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Haut, Krankheiten und ProblemeEs gibt viele verschiedene Erscheinungsformen von Ekzemen und Hautausschlägen, die mit mehr oder weniger starkem Juckreiz einhergehen können. Symptome sind in den meisten Fällen deutlich erkennbare Rötungen oder Quaddeln bis hin zu großflächigen nässenden offenen Stellen. Die häufig aufgekratzte Haut neigt zu Entzündungen, in schlimmsten Fällen bleiben Narben zurück.
Oft leiden die Betroffenen emotional stark unter ihrem unschönen Hautbild, vermeiden die Öffentlichkeit. Der Juckreiz kann so stark werden, dass er Schlafstörungen oder Depressionen zu Folge hat.
Neben chronischen Problemen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis, für die es spezielle Programme wie Neurodermitisschulungen bei den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen gibt, können auch einfache Umwelteinflüsse wie die Haut reizende Reinigungsmittel die Ursache sein, hier kann das Tragen von Handschuhen Abhilfe schaffen.
Häufig, aber nicht immer, sind allergische Reaktionen der Grund für Juckreiz und Ekzeme. Sie können banale Auslöser haben wie nickelhaltige Jeansknöpfe (typisch hier die Lokalisation des Ekzems nahe dem Bauchnabel) und Ohrringe oder Duftstoffe im neuen Waschmittel. Aber auch über eine Allergie gegen einen Stoff aus dem beruflichen Umfeld sollte man nachdenken (Mehl beim Bäcker oder Haartönungen beim Friseur), hier können bei hartnäckigen Allergieproblemen sogar Umschulungen notwendig werden.
Auch eine Unverträglichkeit von Medikamenten oder Nebenwirkungen kommen in Frage, zum Beispiel Lichtüberempfindlichkeit der Haut bei Einnahme von Johanniskrautpräparaten.
Zur Abklärung der Ursache von Ekzemen sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden, oft kann schon der Hausarzt nach wenigen Fragen oder einem Allergietest die Diagnose stellen, im Zweifelsfalle hilft oft auch ein Besuch beim spezialisierten Allergologen oder Dermatologen weiter.
Zur Behandlung der Ekzeme gibt es eine Vielzahl von Medikamenten. Allergische Ekzeme werden oft durch cortisonhaltige Salben oder Tabletten zum Abklingen gebracht, bei nässenden Wunden kann eine Zinksalbe verschrieben werden, größere offene Stellen sollten wegen ihrer Neigung zu Entzündungen antibiotisch versorgt werden – welche Therapie im Einzelfall die Richtige ist, muss ein Arzt entscheiden.
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