Diphterie
4. Okt 2008 | Von www.medizin-blog.net | Rubrik: Krankheiten und Probleme, Vorsorge und ImpfungenDer Erreger der Diphtherie ist eine Bakterie, die ein Gift bildet, dass die Zellen im Körper zerstören kann. Die Ansteckung erfolgt über eine so genannte Tröpfcheninfektion über den Menschen, meist durch Husten oder Niesen. Zuerst befallen die gefährlichen Bakterien den Rachenraum und vermehren sich dann in der Schleimhaut. Hier wird auch das Gift entwickelt, das für die Krankheitssymptome verantwortlich ist. Das Gift kann Organe im Körper wie das Herz, die Leber und die Niere schädigen.
Die Ansteckungszeit dauert meist zwischen zwei und fünf Tagen. Dann beginnt die Erkrankung, der Patient klagt über Halsschmerzen und Beschwerden beim Schlucken, bekommt dann Fieber und fühlt sich müde und abgeschlagen. Geht das Gift in den Kehlkopf über, kommt es zu Husten, Heiserkeit und oft auch zu Atemnot, weil die Schleimhäute anschwellen. Das ist dann auch das Lebensbedrohliche an der Diphtherie.
Schon, wenn nur der Verdacht auf Diphtherie besteht, muss sofort mit der Einnahme eines Gegengiftes angefangen werden. Parallel dazu wird der Arzt Antibiotika verordnen. Die Diphtherie zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten, deshalb werden bereits Säuglinge gegen Diphterie und Wundstarrkrampf geimpft und erhalten dadurch einen guten Schutz, der dann im Kindesalter in bestimmten Abständen wieder aufgefrischt werden muss. Auch Erwachsene sollten sich im Abstand von zehn Jahren impfen lassen – die Krankenversicherung zahlt diese Schutzimpfung. Selbst wer einmal diese gefährliche Krankheit durchgestanden hat, ist nicht davor gefeit, sich erneut zu infizieren.
Seitdem die Schutzimpfung eingeführt wurde, ist die Erkrankung in unserem Land selten geworden, jedoch kommt es immer wieder einmal vor, dass die Diphtherie in einer Art Epidemie auftritt. Diphtherie bleibt eine lebensgefährliche Krankheit, die in etwa zehn Prozent der Krankheitsfälle tödlich endet.
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