Die Allergie – ein lästiges Übel der modernen Gesellschaft?

2. Okt 2008 | Von | Rubrik: Allergien, Krankheiten und Probleme

Bei Allergien oder Überempfindlichkeitsreaktionen gerät das Immunsystem außer Kontrolle. Statt nur die Erreger anzugreifen, die zu schweren Krankheiten führen können, führt das Immunsystem einen sinnlosen Kampf mit eher harmlosen Eindringlingen wie Hausstaub, Blütenpolen oder bestimmten Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln. Momentan geht die Wissenschaft davon aus, dass die Neigung zu einer allergischen Reaktion angeboren ist.

Wenn sowohl die Mutter als auch der Vater an Allergien erkrankt sind, liegt die Wahrscheinlichkeit etwa bei 50 Prozent, das die Kinder ebenfalls überempfindlich auf bestimmte Stoffe reagieren. Laut dem Ärzteverband der Allergologen sind etwa 30 Prozent der Deutschen von Allergien betroffen und es werden ständig mehr.

Verantwortlich gemacht für den Anstieg der Allergien wird die immer sauberer werdende Umwelt, die vor allem bei Kindern zu Allergien führt. In Ländern mit nicht so perfekten hygienischen Einrichtungen treten Allergien weit weniger auf. In der Kindheit sorgen scheinbar Schmutz und harmlose Keime für eine Stärkung des Immunsystems.

Es gibt Krankenkassen, die die Behandlung durch Hyposensibilisierung bezahlen. Bei dieser Behandlung lernt der Körper besser mit den Stoffen umzugehen, auf die er überempfindlich reagiert. Bei der Behandlung, die Schritt für Schritt erfolgt, erhält der Patient zunächst eine geringe Dosis des Reizstoffes. Wenn die Menge anschließend langsam erhöht wird, gewöhnt sich der Körper an den Eindringling und reagiert nicht mehr so gereizt. Ist der Patient bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, empfiehlt es sich vorher abzuklären, welche Allergietests die Versicherung bezahlt.





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